Filter

ENIAC: Moore School zeigt 1946 einen Rechner mit 18.000 Röhren

Belegt durch 6 unabhängige Quellen

ZeitalterNeueste GeschichteNeuzeitZeitgeschichte

Zuletzt geändert am

Am 14. Februar 1946 stellte die University of Pennsylvania den ENIAC vor, einen Rechner mit rund 18.000 Elektronenröhren. Gebaut für die Ballistik der US-Armee, war er erst nach Kriegsende fertig.

Am 14. Februar 1946 wurde der ENIAC auf einer Pressekonferenz an der Moore School of Electrical Engineering der University of Pennsylvania der Öffentlichkeit vorgestellt.21 Gebaut hatten ihn John W. Mauchly und John Presper Eckert für die US-Armee, die damit die Flugbahnen von Artilleriegeschossen schneller berechnen wollte.2 Den Auftrag hatte das Ballistic Research Laboratory an die Moore School vergeben, um Schuss- und Bombentafeln schneller erstellen zu können.1 Die Arbeit hatte am 5. Juni 1943 begonnen, fertig war der Rechner 1945.1

Der ENIAC bestand aus 40 Schränken mit 18.000 , 10.000 Kondensatoren, 6.000 Schaltern und 1.500 Relais.1 Die Zahl der Röhren wird mit mehr als 18.000 angegeben;3 gezählt waren es 17.468.46 Er wog über 30 Tonnen2 und füllte einen Raum von 30 mal 50 Fuß.3 In einer Sekunde schaffte er 5.000 Additionen oder 300 Multiplikationen.4 Programmiert wurde er, indem man Tausende Schalter von Hand umlegte und Kabel neu steckte.2 Das übernahmen sechs Mathematikerinnen: Jean Jennings, Marlyn Wescoff, Ruth Lichterman, Betty Snyder, Frances Bilas und Kay McNulty.14 Sie brachten sich das Programmieren anhand von Bauplänen und Schaltbildern selbst bei und schrieben danach das Bedienungshandbuch.1

Als der ENIAC vorgestellt wurde, war der Krieg, für den er finanziert worden war, schon vorbei.4 Er rechnete deshalb nicht nur Flugbahnen, sondern auch andere Aufgaben.2 1947 kam er zum Ballistic Research Laboratory auf dem Aberdeen Proving Ground, wo er bis Oktober 1955 lief.2 Im Verfahren Honeywell gegen Sperry Rand erklärte Bundesrichter Earl R. Larson 1973 das ENIAC-Patent von Eckert und Mauchly für ungültig.5 Der Computerhistoriker Martin Campbell-Kelly nennt den Vorrang, den das Gericht John Vincent Atanasoff zusprach, ein juristisches Urteil, das viele Historiker überrascht habe.5

Siehe auch