--- id: eniac-1946 title: 'ENIAC: Moore School zeigt 1946 einen Rechner mit 18.000 Röhren' date: '1946-02-14' datePrecision: day dateSources: - s1 - s2 - s4 summary: >- Am 14. Februar 1946 stellte die University of Pennsylvania den ENIAC vor, einen Rechner mit rund 18.000 Elektronenröhren. Gebaut für die Ballistik der US-Armee, war er erst nach Kriegsende fertig. themeId: theme-roehre-transistor-schaltkreis wikidata: - id: Q169399 name: ENIAC seeAlso: - id: transistor-bell-labs-1947 note: >- Zehn Monate später begann bei den Bell Labs die Arbeit am Bauteil, das die Röhre ablösen sollte. - id: hollerith-volkszaehlung-1890 note: >- Auch der ENIAC entstand für eine staatliche Rechenaufgabe, die von Hand nicht mehr zu bewältigen war. - area: games id: oxo-edsac-1952 note: >- Der EDSAC, auf dem OXO lief, gehörte zur ersten Generation von Röhrenrechnern nach dem ENIAC. verification: verified sources: - key: s1 title: ENIAC publisher: Encyclopedia of Greater Philadelphia url: https://philadelphiaencyclopedia.org/essays/eniac/ accessedAt: '2026-10-14' - key: s2 title: ENIAC Begins Working at the University of Pennsylvania publisher: EBSCO Research Starters url: https://www.ebsco.com/research-starters/computer-science/eniac-begins-working-university-pennsylvania accessedAt: '2026-10-14' - key: s3 title: 'Milestones: Electronic Numerical Integrator and Computer, 1946' publisher: Engineering and Technology History Wiki (IEEE History Center) url: https://ethw.org/Milestones:Electronic_Numerical_Integrator_and_Computer,_1946 accessedAt: '2026-10-14' - key: s4 title: J. Presper Eckert and John Mauchly publisher: Lemelson-MIT Program url: https://lemelson.mit.edu/resources/j-presper-eckert-and-john-mauchly accessedAt: '2026-10-14' - key: s5 title: Who Built the First Computer? publisher: Scientific American url: https://www.scientificamerican.com/blog/news-blog/who-built-the-first-computer-2009-09-21/?print=true accessedAt: '2026-10-14' - key: s6 title: 'Electronic Computers Within The Ordnance Corps, Appendix I – ENIAC' publisher: U.S. Army Research Laboratory url: https://ftp.arl.army.mil/~mike/comphist/61ordnance/app1.html accessedAt: '2026-10-14' disputed: - claim: Zahl der Elektronenröhren positions: - value: '18.000' source: s1 - value: '17.468' source: s4 resolution: >- 17.468 ist die Zählung im Datenblatt der Army (s6), 18.000 die gerundete Zahl. provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (manuell, Thema: Rechnen mit Elektronen)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-14' --- Am 14. Februar 1946 wurde der ENIAC auf einer Pressekonferenz an der Moore School of Electrical Engineering der University of Pennsylvania der Öffentlichkeit vorgestellt.[^s2][^s1] Gebaut hatten ihn John W. Mauchly und John Presper Eckert für die US-Armee, die damit die Flugbahnen von Artilleriegeschossen schneller berechnen wollte.[^s2] Den Auftrag hatte das Ballistic Research Laboratory an die Moore School vergeben, um Schuss- und Bombentafeln schneller erstellen zu können.[^s1] Die Arbeit hatte am 5. Juni 1943 begonnen, fertig war der Rechner 1945.[^s1] Der ENIAC bestand aus 40 Schränken mit 18.000 Elektronenröhren, 10.000 Kondensatoren, 6.000 Schaltern und 1.500 Relais.[^s1] Die Zahl der Röhren wird mit mehr als 18.000 angegeben;[^s3] gezählt waren es 17.468.[^s4][^s6] Er wog über 30 Tonnen[^s2] und füllte einen Raum von 30 mal 50 Fuß.[^s3] In einer Sekunde schaffte er 5.000 Additionen oder 300 Multiplikationen.[^s4] Programmiert wurde er, indem man Tausende Schalter von Hand umlegte und Kabel neu steckte.[^s2] Das übernahmen sechs Mathematikerinnen: Jean Jennings, Marlyn Wescoff, Ruth Lichterman, Betty Snyder, Frances Bilas und Kay McNulty.[^s1][^s4] Sie brachten sich das Programmieren anhand von Bauplänen und Schaltbildern selbst bei und schrieben danach das Bedienungshandbuch.[^s1] Als der ENIAC vorgestellt wurde, war der Krieg, für den er finanziert worden war, schon vorbei.[^s4] Er rechnete deshalb nicht nur Flugbahnen, sondern auch andere Aufgaben.[^s2] 1947 kam er zum Ballistic Research Laboratory auf dem Aberdeen Proving Ground, wo er bis Oktober 1955 lief.[^s2] Im Verfahren Honeywell gegen Sperry Rand erklärte Bundesrichter Earl R. Larson 1973 das ENIAC-Patent von Eckert und Mauchly für ungültig.[^s5] Der Computerhistoriker Martin Campbell-Kelly nennt den Vorrang, den das Gericht John Vincent Atanasoff zusprach, ein juristisches Urteil, das viele Historiker überrascht habe.[^s5] Ende der Datei: 6 Quellen.