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Pong macht das Videospiel zum Geschäft

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Atari stellte 1972 einen Tischtennisautomaten in eine Bar in Sunnyvale. Der Münzbehälter lief über — und Magnavox verklagte das Unternehmen anschließend erfolgreich wegen Patentverletzung.

Nolan Bushnell, Gründer von Atari, fasste 1972 den Plan für eine Videofassung von Tischtennis und beauftragte den Ingenieur Allan Alcorn damit.3 Der Prototyp kam in Andy Capp's Tavern in Sunnyvale in Kalifornien zur Erprobung.13 Nach kurzer Zeit meldete der Wirt einen vermeintlichen Defekt — tatsächlich quoll der Münzbehälter über, weil ununterbrochen gespielt wurde.13 Bis 1974 hatte das Unternehmen über 8.000 Geräte verkauft, am Ende rund 35.000.1

Bald standen Zehntausende Automaten in Restaurants und Bars im ganzen Land.3 1975 brachte Atari über den Sears-Katalog eine Heimversion heraus, die sich hunderttausendfach verkaufte.3 Das Museum, das Pong 2015 in die World Video Game Hall of Fame aufnahm, führt das Spiel als dasjenige, mit dem die Videospielbranche nach den meisten Maßstäben begann.3

Rechtlich war die Sache nicht sauber.12 Magnavox verklagte Atari 1974 wegen Patentverletzung und hielt Bushnell vor, die Idee auf einer Vorführung des Unternehmens im Jahr 1972 gesehen zu haben.12 Atari verglich sich für 1,5 Millionen Dollar und nahm eine Lizenz.2 Damit war der Streit nicht beendet, sondern zum Geschäftsmodell geworden: Magnavox verklagte dutzende weitere Hersteller und verdiente an diesen Verfahren fast dreimal so viel wie am Verkauf der eigenen Konsole; die Klagewelle lief erst in den 1990er Jahren aus.2

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