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Newcomen-Maschine pumpt um 1712 Wasser aus einer Kohlengrube

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Um 1712 baut Thomas Newcomen die erste arbeitende atmosphärische Maschine. Sie pumpt Wasser aus einer Kohlengrube — und macht möglich, tiefer zu fördern, als es bis dahin ging.

Um 1712 bauten der Eisenwarenhändler Thomas Newcomen und sein Partner John Calley bei den Conygree Coalworks nahe Dudley die erste arbeitende atmosphärische Maschine.123 Sie pumpte Wasser aus einer Kohlengrube, wofür die ältere Dampfpumpe von Thomas Savery nicht reichte: Sie hob Wasser nur rund neun Meter durch Unterdruck und etwa zwölf weitere durch Dampfdruck, zu wenig, um eine Grube zu entwässern.1

Newcomen machte aus Saverys Pumpe eine Maschine, die den Luftdruck nutzte.3 Savery hatte 1698 eine Dampfpumpe patentiert,12 die er „Miner's Friend“ nannte;3 Newcomen ließ den Dampf in einen Zylinder strömen und dann durch eingespritztes Wasser zusammenfallen. Der entstehende Unterdruck zog den Kolben nach unten — die Arbeit leistete der Luftdruck, nicht der Dampf.123 Die Maschine konnte Wasser deutlich höher heben als Saverys Pumpe, und sie war sicher, weil in ihr kaum Überdruck herrschte.2 Sparsam war sie nicht: Jeder Zyklus kühlte den Zylinder aus, der danach wieder aufgeheizt werden musste.1

Ein genaues Datum nennen die Quellen nicht.124 Die eine datiert die Entwicklung auf die Jahre 1710 bis 1712, die andere nennt 1712 als das Jahr der ersten arbeitenden Maschine; als erste erfolgreiche gilt übereinstimmend die Dudley-Castle-Maschine, die Britannica als die erste verzeichnete führt und auf 1712 datiert.124 Unstrittig ist die Wirkung: Zu Newcomens Tod standen über hundert seiner Maschinen, im Lauf des 18. Jahrhunderts wurden es Hunderte.1 Weil Saverys Patent noch lief, musste sich Newcomen mit ihm einigen und unter dessen Patent arbeiten.1 Berühmter wurde später James Watt, der die Bauart ab 1769 entscheidend verbesserte.1

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