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Watt bekommt das Patent auf den getrennten Kondensator

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Am 5. Januar 1769 erhält James Watt ein Patent auf eine Methode, den Verbrauch von Dampf und Brennstoff in Feuermaschinen zu senken. Der Dampf wird nicht mehr im Zylinder niedergeschlagen, sondern in einem eigenen, ständig kalten Gefäß.

Am 5. Januar 1769 erhielt der schottische Ingenieur James Watt ein Patent mit dem Titel „A new method of lessening the consumption of steam and fuel in fire-engines“.12 Die Beschreibung wurde am 29. April 1769 beim Court of Chancery eingetragen.2 Kern der Erfindung ist ein eigenes Gefäß, in dem der Dampf niedergeschlagen wird und das ständig kalt bleibt.123

Damit löste Watt einen Widerspruch der Newcomen-Maschine: Für einen sparsamen Betrieb musste der Zylinder so heiß wie möglich bleiben, für die Kondensation aber in jedem Takt abgekühlt werden.1 Mit dem getrennten blieb der Zylinder heiß und das Kondensationsgefäß kalt.13 Als ersten Versuchsaufbau führt das Science Museum ein Modell aus Weißblech, das lange auf 1765 datiert wurde und erst in den 1960er Jahren in Watts Werkstatt als solches erkannt wurde.1 Die verbreitete Darstellung, Joseph Blacks Lehre von der latenten Wärme habe Watt auf die Erfindung gebracht, hält John Lienhard für eine spätere Legende: Watt habe seine Versuche mit Dampf selbstständig angestellt und Black erst nachträglich von seinem Befund berichtet.3

Wie groß die Ersparnis war, geben die Quellen verschieden an.13 Nach dem Science Museum verbrannten Maschinen mit Watts Kondensator etwa zwei Drittel weniger Kohle, nach Lienhard verdoppelte sich der gegenüber den älteren Maschinen.13 Die Ersparnis machte die Dampfmaschine nach dem Science Museum über den Bergbau hinaus brauchbar, für Fabriken, Mühlen und Werkstätten.1

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