Zeitalter nach der europäischen Epocheneinteilung der Geschichtswissenschaft. Sie werden aus dem Datum eines Eintrags berechnet und sind ein Zeitband: Ein Eintrag aus China oder Mesoamerika liegt im selben Band, gehört deshalb aber nicht zur europäischen Geschichte.
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594 v. Chr.
Solons Gesetze regeln Brunnen, Baumabstände und Wolfsprämien
Solon regelte als Archon von Athen per Gesetz, wer öffentliche Brunnen nutzt, wie weit Bäume vom Nachbarfeld stehen und was ein erlegter Wolf einbringt. Gewählt wurde er 594 v. Chr., überliefert hat die Regeln Plutarch. -
435 v. Chr.
Ilissos-Verbot hält Häute und Gerbabfälle aus dem Athener Fluss
Eine Athener Inschrift aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. verbietet, oberhalb des Heraklesheiligtums Häute im Ilissos einzuweichen und zu gerben. Sie gilt als eine der frühesten Vorschriften gegen Gewässerverschmutzung. -
396 v. Chr.
Lysias’ Ölbaumrede verteidigt einen Athener gegen Baumfrevel
Kurz nach 397/6 v. Chr. schreibt Lysias in Athen die Verteidigung eines Landbesitzers, der einen Stumpf der heiligen Ölbäume Athenas entfernt haben soll. Ihm drohen Verbannung und der Verlust seines Vermögens. -
357 v. Chr.
Platons „Kritias“ beschreibt, wie Attika Wald und Boden verlor
Im Dialog „Kritias“, wohl in den 350er Jahren v. Chr. entstanden, lässt Platon beschreiben, wie Attikas Berge ihren Wald und das Land seinen Boden verloren. Das Regenwasser fließe seither über die kahle Erde ins Meer ab. -
242 v. Chr.
Ashokas fünftes Säulenedikt verbietet das Töten vieler Tierarten
Im fünften Säulenedikt ließ der Maurya-König Ashoka eine Liste von Tieren verkünden, die nicht getötet werden durften. Das Edikt verbietet auch, Wälder ohne Grund abzubrennen, und legt Schonfristen fest. -
240 v. Chr.
Lex luci Spoletina schützt einen heiligen Hain bei Spoleto
Zwei Grenzsteine aus der Gegend von Spoleto halten im 3. Jahrhundert v. Chr. ein Gesetz über einen Jupiter geweihten Hain fest. Wer ihn verletzte, schuldete ein Rind als Sühneopfer, bei Vorsatz zusätzlich 300 As. -
217 v. Chr.
Tianlü der Qin aus Shuihudi verbietet das Holzfällen im Frühjahr
Bambusstreifen aus einem Qin-Grab in Shuihudi, 1975 gefunden, enthalten das Statut über Felder (Tianlü). Es verbot im Frühjahr, Bäume zu fällen und Wasserläufe aufzustauen. -
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Xuanquan-Edikt von 5 n. Chr. schont Bäume, Tiere und Teiche
Ein Edikt von 5 n. Chr. mit Monatsverordnungen für die vier Jahreszeiten steht auf einer Wand der Han-Poststation Xuanquanzhi bei Dunhuang. Es verbietet unter anderem, im Frühjahr Bäume zu fällen. -
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Hadrians Waldinschriften im Libanon reservieren vier Baumarten
Im 2. Jahrhundert n. Chr. ließ Kaiser Hadrian im Libanongebirge Wälder mit Felsinschriften als kaiserlichen Besitz abgrenzen. Vier Baumarten waren vorbehalten; wozu, deuten die Quellen verschieden.