Filter

Die erste Containerfahrt der Ideal-X

Belegt durch 3 unabhängige Quellen

ZeitalterNeueste GeschichteNeuzeitZeitgeschichte

Zuletzt geändert am

Am 26. April 1956 verlässt ein umgebauter Tanker Port Newark mit 58 genormten Kisten an Deck. Das Beladen dauert keine acht Stunden und kostet je Tonne einen Bruchteil dessen, was Stückgut kostete.

Am 26. April 1956 lief die Ideal-X von Port Newark in New Jersey aus und erreichte Houston fünf Tage später.12 An Deck standen 58 genormte Kisten von 35 Fuß Länge, 8 Fuß Breite und 8 Fuß Höhe; darunter führte das Schiff zusätzlich 15.000 Tonnen Erdöl, denn es war ein umgebauter T2-Tanker aus dem Zweiten Weltkrieg.13 Die Länge von 35 Fuß war keine seemännische Größe, sondern das Maß amerikanischer Lastwagenauflieger jener Zeit.1

Hinter dem Umbau stand Malcom McLean, ein früherer Lastwagenfahrer aus North Carolina.3 Die Idee geht nach seiner eigenen Darstellung auf das Jahr 1937 zurück, als er Baumwollballen an einem Pier anlieferte, auf das Entladen wartete und sich fragte, ob man den Auflieger nicht einfach als Ganzes an Bord heben könnte.13

Der Unterschied lag im Umschlag, nicht in der Fahrt.123 Die Container waren in weniger als acht Stunden geladen — konnte mehrere Tage beanspruchen.2 McLeans Kostenrechnung für 1956 stellte 5,83 Dollar je Tonne für herkömmliches Laden rund 16 Cent je Tonne für den Container gegenüber.13 McLean gründete 1960 Sea-Land;1 das erste reine Containerschiff, die Gateway City, lief am 4. Oktober 1957 aus.3 Sea-Land ging 1999 an Maersk.1 Die Ideal-X selbst fuhr bis 1964 und wurde dann verschrottet.1 Einen Umweg nahm McLeans ursprüngliche Absicht: Er wollte Küstenschifffahrt mit Straße und Schiene zu einem durchgehenden amerikanischen Transportsystem verbinden — der Ausbau des Interstate-Netzes in den 1960er Jahren machte den Lastwagen auf langen Strecken jedoch konkurrenzfähiger.1

Siehe auch