Filter

Der TGV nimmt Paris–Lyon den halben Weg ab

Belegt durch 4 unabhängige Quellen

ZeitalterNeueste GeschichteNeuzeitZeitgeschichte

Zuletzt geändert am

Im September 1981 nimmt Frankreich die erste eigens für hohe Geschwindigkeit gebaute Bahnstrecke in Betrieb. Die Fahrt Paris–Lyon dauert danach nicht mehr über vier Stunden — und die Inlandsflüge zwischen beiden Städten gehen deutlich zurück.

Am 27. September 1981 nahm die Ligne à Grande Vitesse Sud-Est den kommerziellen Verkehr auf.12 Eingeweiht worden war der südliche Abschnitt fünf Tage zuvor, am 22. September, durch Präsident François Mitterrand.1 Ausgelegt war die Neubaustrecke für eine Nenngeschwindigkeit von 300 Kilometern in der Stunde.1

Vorher hatte die Fahrt von Paris nach Lyon über vier Stunden gedauert.2 Die Angaben für die neue Verbindung — zwei Stunden und vierzig Minuten bei Encyclopædia Universalis3, etwas mehr als zwei Stunden bei Europe by Rail2 — widersprechen einander nur scheinbar: 1981 war erst zwei Drittel der Strecke für hohe Geschwindigkeit ausgebaut, und die Fahrt dauerte 2 Stunden 40 Minuten gegenüber 3 Stunden 40 zuvor.4 Die Neubaustrecke ist 409 Kilometer lang gegenüber 512 auf der alten Linie und spart damit 87 Kilometer1; ihr erster Abschnitt von Saint-Florentin bis an den Nordrand von Lyon maß 274 Kilometer2, und erst mit dem nördlichen Teil am 25. September 1983 wurden die zwei Stunden möglich.14

Die Wirkung war schnell messbar.1 In den ersten zehn Monaten fuhren zehn Millionen Fahrgäste auf der Strecke, und die Inlandsflüge zwischen Paris und Lyon gingen deutlich zurück.1 Encyclopædia Universalis sieht darin die Wiederbelebung eines Verkehrsmittels, das zugunsten des Flugzeugs an Bedeutung verloren hatte.3

Siehe auch