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Rechentafel von Salamis gilt als ältestes erhaltenes Rechengerät

Belegt durch 6 unabhängige Quellen

ZeitalterAltertum

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Eine 1846 auf Salamis gefundene Marmortafel aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. gilt als ältestes erhaltenes Rechengerät. Ob sie als Rechenbrett oder als Spieltafel diente, ist seit ihrem Fund umstritten.

Die Marmortafel von Salamis gilt als ältestes erhaltenes Rechengerät.24 Sie wurde 1846 auf der griechischen Insel Salamis gefunden und liegt heute im Epigraphischen Museum in Athen.34 Entdeckt und kurz darauf beschrieben hat sie Rangabé.1 Die Tafel ist rund eineinhalb Meter lang und 75 Zentimeter breit.15

Das Computer History Museum und das Kotsanas-Museum datieren die Tafel ins 4. Jahrhundert v. Chr.23 Das Mathematikprojekt von MoMath und Wolfram sowie die Sammlung HistoryofInformation setzen sie um 300 v. Chr. an.45 Auf der Tafel stehen fünf Gruppen von Markierungen, dazu an drei Rändern Zahlzeichen in griechischer akrophonischer Schreibweise.4 Nach Heath stehen die Zeichen für Geldbeträge in Drachmen, eine Reihe reicht bis zum Talent, also 6000 Drachmen.1 Die Zwischenräume zwischen den kürzeren Linien galten nach Heath als Felder für Bruchteile der Drachme.1 Gerechnet wurde, indem man Steine auf die Tafel legte und während der Rechnung verschob.4

Heath zufolge war die Meinung von Anfang an geteilt, ob sie als Tisch eines Bankiers oder Geldwechslers diente oder als Zähltafel für ein Spiel wie Tricktrack.1 Dass mit ihr gerechnet wurde, hielt er für sicher; zumindest zeige sie, wie ein Abakus aussah.1 Auch eine Rezension von 2012 nennt beide Deutungen nebeneinander, als und als Spielbrett.6 Auch HistoryofInformation lässt offen, ob sie ein Rechen- oder ein Spielbrett war.5 Rechenbretter gelten dort als ältestes bekanntes Rechenhilfsmittel nach den Fingern und als Vorläufer des Abakus.5

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