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Plimpton 322 hält um 1800 v. Chr. Zahlen im Sechzigersystem fest

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ZeitalterAltertum

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Die babylonische Keilschrifttafel Plimpton 322 aus der Zeit um 1800 v. Chr. trägt 15 Zeilen Zahlen im Sechzigersystem. Was sie bedeuten, ist bis heute umstritten.

Plimpton 322 ist eine Keilschrifttafel aus altbabylonischer Zeit, die heute in der Rare Book and Manuscript Library der Columbia University liegt.62 Sie trägt vier Spalten und 15 Zeilen mit Zahlen im .21 Geschrieben wurde sie um 1800 v. Chr., wahrscheinlich in Larsa im heutigen Irak.458 Die University of New South Wales gibt dafür 1822 bis 1762 v. Chr. an.2 MacTutor setzt sie zwischen 1800 und 1650 v. Chr. an und nennt das Datum ungenau.1

Der Antikenhändler Edgar Banks verkaufte die Tafel 1923 zusammen mit vier weiteren für zehn Dollar an George Plimpton.3 Nach anderer Angabe kaufte Plimpton sie 1922, und seit 1936 gehört sie der Columbia University.4 1945 erkannten der Mathematiker Otto Neugebauer und der Assyriologe Abraham Sachs in den Zahlen pythagoreische Tripel.31 Die erste Zeile verweist auf das Tripel 119, 120 und 169.2

Nicht alle Historiker sehen in der Tafel pythagoreische Tripel.1 Verbreitet ist die Ansicht, sie habe einem Lehrer gedient, um Lösungen von Schülern zu quadratischen Aufgaben zu prüfen.2 Eleanor Robson wies die Deutung als trigonometrische Tabelle zurück, weil sie nicht zu dem passe, was über den Begriff des Winkels in altbabylonischer Zeit bekannt sei.7 Daniel Mansfield und Norman Wildberger von der University of New South Wales deuteten sie dagegen als älteste funktionierende trigonometrische Tabelle der Welt.3 Die Deutung löste eine Debatte aus, und ein Blog bei Scientific American überschrieb seinen Beitrag mit „Don’t Fall for Babylonian Trigonometry Hype“.3

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