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Herodot beschreibt, wie Ägypter und Griechen mit Steinen rechnen

Belegt durch 6 unabhängige Quellen

ZeitalterAltertum

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Herodot berichtet in seinen Historien, die Griechen rechneten mit Steinen von links nach rechts, die Ägypter von rechts nach links. Die Stelle gilt als frühes Zeugnis für das Rechnen auf einem Brett.

Im zweiten Buch seiner Historien schreibt Herodot, die Griechen führten beim Schreiben und beim Rechnen mit Steinen die Hand von links nach rechts, die Ägypter von rechts nach links.12 Die Ägypter sagten dabei nach Herodot, sie selbst arbeiteten nach rechts und die Griechen nach links.12 Im griechischen Text steht für das Rechnen mit Steinen λογίζονται ψήφοισι.1 Herodot von Halikarnassos lebte etwa von 480 bis 429 v. Chr.5 Seine Historien entstanden um 440 v. Chr.4

Mabel Lang las die Stelle als Beleg dafür, dass die Griechen mit Steinen in senkrechten Spalten rechneten, also vermutlich auf einer Form des Abakus.3 Für naheliegend hielt sie auch, dass Herodot wie seine Zeitgenossen beim Rechnen einen Abakus benutzte.3 Schon Solon soll im 6. Jahrhundert v. Chr. die Gefolgsleute von Tyrannen mit den Steinen eines Abakus verglichen haben.3 Auf einem solchen wurden Perlen, Kiesel oder Metallscheiben zwischen eingeritzten oder aufgemalten Linien verschoben.6 Das älteste erhaltene Rechenbrett ist die Tafel von Salamis, die um 300 v. Chr. datiert wird.6

D. E. Smith zitierte die Stelle in seiner History of Mathematics und vermutete eine Beziehung zwischen der von rechts nach links geschriebenen hieratischen Schrift und dem Abakus.4 Wandbilder, die in Ägypten einen Abakus zeigen, waren nach Smith nicht bekannt.4 Scheiben verschiedener Größe in Sammlungen ägyptischer Altertümer könnten nach ihm aber als Rechensteine gedient haben.4

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