Cathode-ray tube amusement device wird 1947 zum Patent angemeldet
Am 25. Januar 1947 meldeten zwei Ingenieure der DuMont Laboratories ein Gerät zum Patent an, bei dem der Spieler einen Kathodenstrahl auf Ziele lenkt. Erteilt wurde das Patent im Dezember 1948.
Am 25. Januar 1947 reichten Thomas T. Goldsmith junior und Estle Ray Mann beim US-Patentamt die Anmeldung für ein „Cathode-ray tube amusement device" ein; erteilt wurde das Patent mit der Nummer 2.455.992 am 14. Dezember 1948.1,2 Rechteinhaberin war Allen B. du Mont Laboratories, ein Hersteller von Fernsehgeräten und .1
Die Patentschrift beschreibt ein Gerät, bei dem der Spieler über Knöpfe an der Frontplatte die Bahn eines Kathodenstrahls beeinflusst.1 Als Ziele dienten Bilder — die Schrift nennt Flugzeuge als Beispiel —, die auf der Vorderseite der Röhre angebracht wurden; das Gerät selbst wusste von ihnen nichts.1 Damit der Treffer Geschicklichkeit verlangte, sollte der Strahl ausdrücklich keiner geraden Linie folgen.1 Dafür blieb dem Spieler nur ein vorher festgelegtes Zeitfenster.1 IGN beziffert es auf wenige Sekunden.4 Traf er, wurde er absichtlich unscharf gestellt, was wie eine Explosion aussah.1 Die Anordnung war einem Radarschirm nachempfunden, wie er im Zweiten Weltkrieg zur Feuerleitung diente.2 Über das handgefertigte Muster kam das Gerät nicht hinaus.3 Als Grund nennt IGN die Kosten der Technik; erhalten ist heute kein Gerät mehr, das noch läuft.4 Wer davorsteht, ist in der Schrift eine Person: Sie spricht vom Spieler in der Einzahl und stellt ihm den Zuschauer zur Seite, dessen Interesse der Explosionseffekt wecken soll.1
Was die Anmeldung festhält, ist ein Zeitpunkt.1,2 Die Idee, einen Bildschirm zum Spielfeld zu machen, stand damit schon 1947 in einer Patentschrift, angemeldet von den Allen B. Du Mont Laboratories.1,2 Ob es ein Videospiel war, ist damit nicht gesagt: Das Gerät kam ohne Programmierung und ohne computererzeugte Grafik aus, und wer beides zur Bedingung macht, zählt es nicht dazu.4
Siehe auch
- Ein Kernforschungslabor zeigt Besuchern ein Tennisspiel 1958 Elf Jahre später dieselbe Idee, diesmal vorgeführt statt nur angemeldet.
- Die Magnavox Odyssey bringt das Spiel ins Wohnzimmer 1972 Auch dort entscheidet später ein Patent über die Branche — nur wurde dieses genutzt.
Hierher verwiesen
- Ein Doktorand lässt den EDSAC Drei gewinnt spielen 1952 Fünf Jahre zuvor als Patent beschrieben, hier zum ersten Mal an einem Digitalrechner: ein Spiel auf einer Bildröhre.
- Auf der Weltausstellung spielt eine Relaismaschine Nim gegen das Publikum 1940 Sieben Jahre später das nächste patentierte Spielgerät — diesmal mit Bildschirm statt Glühlampen.