--- id: crt-amusement-device-1947 title: Cathode-ray tube amusement device wird 1947 zum Patent angemeldet date: '1947-01-25' datePrecision: day dateSources: - s2 - s3 summary: >- Am 25. Januar 1947 meldeten zwei Ingenieure der DuMont Laboratories ein Gerät zum Patent an, bei dem der Spieler einen Kathodenstrahl auf Ziele lenkt. Erteilt wurde das Patent im Dezember 1948. themeId: theme-spiel-als-nebenprodukt verification: verified sources: - key: s1 title: US 2,455,992 — Cathode-ray tube amusement device (Patentschrift) publisher: United States Patent Office (via Google Patents) url: https://patents.google.com/patent/US2455992A/en accessedAt: '2026-09-18' - key: s2 title: The 'CRT Amusement Device' that spawned a multi-million dollar industry publisher: New Atlas url: https://newatlas.com/first-video-game/18695/ accessedAt: '2026-09-18' - key: s3 title: Cathode-ray tube amusement device publisher: Wikipedia url: https://en.wikipedia.org/wiki/Cathode-ray_tube_amusement_device accessedAt: '2026-09-20' - key: s4 title: 'Unnützes Gaming-Wissen: Wann wurde das erste Patent für ein Videospiel eingetragen?' publisher: IGN Deutschland url: https://de.ign.com/unnutzes-gaming-wissen/80999/unnutzes-gaming-wissen-wann-wurde-das-erste-patent-fur-ein-videospiel-eingetragen accessedAt: '2026-09-20' disputed: - claim: Zahl der Spieler an einem Gerät positions: - value: 'ein Spieler, daneben Zuschauer' source: s1 - value: 'zwei Personen, die sich in einer Kabine gegenübersitzen' source: s4 resolution: >- Die Patentschrift spricht durchgehend vom Spieler im Singular und stellt ihm den Beobachter gegenüber; von einem zweiten Spieler steht nichts darin. Der Eintrag folgt ihr. provenance: origin: recherche reviewedBy: recherche reviewedAt: '2026-09-18' seeAlso: - id: tennis-for-two-1958 note: Elf Jahre später dieselbe Idee, diesmal vorgeführt statt nur angemeldet. - id: magnavox-odyssey-1972 note: >- Auch dort entscheidet später ein Patent über die Branche — nur wurde dieses genutzt. --- Am 25. Januar 1947 reichten Thomas T. Goldsmith junior und Estle Ray Mann beim US-Patentamt die Anmeldung für ein „Cathode-ray tube amusement device" ein; erteilt wurde das Patent mit der Nummer 2.455.992 am 14. Dezember 1948.[^s1][^s2] Rechteinhaberin war Allen B. du Mont Laboratories, ein Hersteller von Fernsehgeräten und Kathodenstrahlröhren.[^s1] Die Patentschrift beschreibt ein Gerät, bei dem der Spieler über Knöpfe an der Frontplatte die Bahn eines Kathodenstrahls beeinflusst.[^s1] Als Ziele dienten Bilder — die Schrift nennt Flugzeuge als Beispiel —, die auf der Vorderseite der Röhre angebracht wurden; das Gerät selbst wusste von ihnen nichts.[^s1] Damit der Treffer Geschicklichkeit verlangte, sollte der Strahl ausdrücklich keiner geraden Linie folgen.[^s1] Dafür blieb dem Spieler nur ein vorher festgelegtes Zeitfenster.[^s1] IGN beziffert es auf wenige Sekunden.[^s4] Traf er, wurde er absichtlich unscharf gestellt, was wie eine Explosion aussah.[^s1] Die Anordnung war einem Radarschirm nachempfunden, wie er im Zweiten Weltkrieg zur Feuerleitung diente.[^s2] Über das handgefertigte Muster kam das Gerät nicht hinaus.[^s3] Als Grund nennt IGN die Kosten der Technik; erhalten ist heute kein Gerät mehr, das noch läuft.[^s4] Wer davorsteht, ist in der Schrift eine Person: Sie spricht vom Spieler in der Einzahl und stellt ihm den Zuschauer zur Seite, dessen Interesse der Explosionseffekt wecken soll.[^s1] Was die Anmeldung festhält, ist ein Zeitpunkt.[^s1][^s2] Die Idee, einen Bildschirm zum Spielfeld zu machen, stand damit schon 1947 in einer Patentschrift, angemeldet von den Allen B. Du Mont Laboratories.[^s1][^s2] Ob es ein Videospiel war, ist damit nicht gesagt: Das Gerät kam ohne Programmierung und ohne computererzeugte Grafik aus, und wer beides zur Bedingung macht, zählt es nicht dazu.[^s4] Ende der Datei: 4 Quellen.