Sony bringt die PlayStation heraus
Am 3. Dezember 1994 erschien in Japan eine Konsole, die aus einem geplatzten Geschäft mit Nintendo hervorging. Sie setzte auf CD statt auf Module und wurde als erste über hundert Millionen Mal verkauft.
Am 3. Dezember 1994 brachte Sony in Japan die PlayStation auf den Markt, zum Preis von 39.800 Yen.1,3 In Nordamerika folgte sie am 9. September 1995, in Europa am 29. September 1995; sie kostete 299 Dollar in den USA und 299 Pfund in Großbritannien.1 Im Gerät arbeitete ein Prozessor vom Typ MIPS R3000A mit 33,8688 Megahertz und eine Grafikeinheit, die 360.000 einfach schattierte Polygone je Sekunde darstellen konnte; als Datenträger diente eine CD-ROM mit 650 Megabyte.1 Die Rechenleistung war auf dreidimensionale Darstellung ausgelegt und konnte bis zu 4.000 Sprites je Bildschirm darstellen.3
Entstanden ist die Konsole aus einem gescheiterten Vorhaben.1,2 Unter Leitung von Ken Kutaragi hatte Sony zunächst ein CD-Laufwerk für Nintendos Super Famicom entwickelt und das Projekt 1991 auf der Consumer Electronics Show vorgestellt.1 Nintendo beendete die Zusammenarbeit und schloss stattdessen mit Philips ab, woraufhin Sony eine eigene Konsole baute.1,2 Kutaragi zog aus dem Misserfolg von Geräten wie 3DO und CD-i den Schluss, dass Technik ohne passende Spiele nichts nützt.2
Der Datenträger entschied mit.1 CDs fassten mehr und waren billiger herzustellen als die Module der Konkurrenz, was Entwicklern mehr Spielraum gab.1,2,3 Zum Start in Japan lief Ridge Racer, das auch zum britischen Start gehörte; dort zog vor allem Wipeout die ersten Käufer an.2 Bis 1997 hatte die PlayStation 47 Prozent des Konsolenmarktes gewonnen.2 Bis zum Produktionsende am 23. März 2006 wurden 102,49 Millionen Geräte verkauft, die PSone eingerechnet — die erste Konsole überhaupt, die die Grenze von hundert Millionen überschritt.1
Siehe auch
- Der nordamerikanische Spielemarkt bricht ein 1983 Elf Jahre zuvor war ein Marktführerwechsel noch mit einem Einbruch verbunden.
- Doom erscheint als Shareware mit der ersten von drei Episoden 1993 Im Jahr davor entstand das Gegenmodell: offener Vertrieb statt geschlossenes Gerät.
Hierher verwiesen
- Microsoft übernimmt Activision Blizzard nach 21 Monaten Prüfung 2023 Der Wettbewerber, dessen Zugang zu den Spielen die Auflagen sichern sollten.
- Doom erscheint als Shareware mit der ersten von drei Episoden 1993 Ein Jahr später verschiebt sich das Geschäft wieder auf geschlossene Geräte.
- NES: Nintendo verkauft die Konsole 1985 in New York als Spielzeug 1985 Neun Jahre später verliert Nintendo die Führung an einen Anbieter, den es selbst hervorbrachte.
- Der nordamerikanische Spielemarkt bricht ein 1983 Der nächste Anbieterwechsel — diesmal ohne Zusammenbruch.
- Musik Compact Disc geht 1982 in Langenhagen in Serie 1982 Die PlayStation setzte zwölf Jahre später auf die CD als Datenträger für Spiele.