Ein englisches Statut bindet um 1266 Brot und Bier an den Preis des Getreides
Ein englisches Statut, meist auf 1266 datiert, legte Gewicht, Preis und Qualität von Brot und Bier fest und band sie an den Getreidepreis. Grundherren und ihre Gerichte setzten es mit Bußen und Pranger durch; außerhalb Londons endete die Brottaxe 1836.
Das englische Statut über Brot und Bier, die „Assisa panis et cervisie“, wird auf 1266 datiert, das 51. Regierungsjahr Heinrichs III.2 Oxford Reference nennt dasselbe Jahr für die Einführung der Brottaxe.3 Die Regeln legten Preis, Gewicht und Qualität von Brot und Bier fest, die in Städten und Dörfern hergestellt und verkauft wurden.1 Kostete ein Quarter Weizen 12 Pence, musste ein Weißbrot für einen Farthing ein festgelegtes Gewicht haben.1 Die Taxe sollte das Brot nicht verbilligen, sondern seinen Preis an den jeweiligen Weizenpreis binden.2
Das Jahr ist nicht das einzige, das genannt wird: Das Internet History Sourcebook der Fordham University beschreibt Fassungen der Regel von Heinrich II. bis Eduard II.1 In Wiltshire soll der Bischof von Salisbury das Recht über Brot und Bier in Stratford-sub-Castle schon 1120 von Heinrich I. erhalten haben.4 Wer gegen die Taxe verstieß, zahlte nach dem Statut beim ersten bis dritten Mal eine Buße nach der Schwere des Vergehens; Bäckern drohte bei schwereren Verstößen der Pranger, Brauerinnen, die nicht davon abließen, der Schandkarren.1 Zu den Rechten der gehörte die Aufsicht über Brot und Bier, und manche bestellten weiterhin eigene Bierprüfer.6 In Wiltshire nahmen die meisten Grundherren statt Pranger und Schandkarren eine kleine Buße von 2 oder 3 Pence.4
Unter Königin Anne durften die Behörden auch den Mehlpreis heranziehen, und dem Bäcker war ein Zuschlag für Holz, Hefe, Salz und Löhne anzurechnen.2 Oxford Reference datiert die Abschaffung der Brottaxe auf 1815.3 Ein Gesetz vom 28. Juli 1836 hob die Brotgesetze für das Gebiet außerhalb Londons und eines Umkreises von zehn Meilen um die Royal Exchange auf.5 In Oxford wurde die Taxe seit Oktober 1836 nicht mehr festgesetzt.2
Siehe auch
- Reinheitsgebot: Bayern erlaubt 1516 nur Gerste, Hopfen und Wasser 1516 250 Jahre später legte eine bayerische Landesordnung ebenfalls Bierpreis und Zutaten fest.
- Arbeit Statute of Labourers: England deckelt 1351 Löhne nach der Pest 1351 Knapp neunzig Jahre später setzte die englische Krone per Statut auch die Löhne fest.
- Handel Vier Kaiser setzen Höchstpreise für rund 1400 Waren und Dienstleistungen fest 301 Ein älterer Versuch, Lebensmittelpreise von oben festzulegen.
Hierher verwiesen
- Im Juni 794 legt die Synode von Frankfurt fest, was Getreide und Brot kosten dürfen 794 Auch das englische Statut bindet Brot an den Getreidepreis, dort über Gewicht und Preis des Laibs.
- Lex frumentaria: Rom verkauft Bürgern Getreide zum festen Preis 123 v. Chr. Auch dort setzt die Obrigkeit den Brotpreis fest, gebunden an den Getreidepreis.
- Im 18. Jahrhundert v. Chr. regelt der Codex Hammurabi, wie Bier ausgeschenkt und bezahlt wird 1750 v. Chr. Dreitausend Jahre später bindet ein englisches Statut den Bierpreis wieder an das Getreide.