--- id: assize-of-bread-and-ale-1266 title: Ein englisches Statut bindet um 1266 Brot und Bier an den Preis des Getreides date: '1266-01-01' datePrecision: year dateSources: - s2 - s3 summary: >- Ein englisches Statut, meist auf 1266 datiert, legte Gewicht, Preis und Qualität von Brot und Bier fest und band sie an den Getreidepreis. Grundherren und ihre Gerichte setzten es mit Bußen und Pranger durch; außerhalb Londons endete die Brottaxe 1836. themeId: theme-regeln-fuer-lebensmittel seeAlso: - id: reinheitsgebot-1516 note: >- 250 Jahre später legte eine bayerische Landesordnung ebenfalls Bierpreis und Zutaten fest. - area: arbeit id: statute-of-labourers-1351 note: >- Knapp neunzig Jahre später setzte die englische Krone per Statut auch die Löhne fest. - area: handel id: hoechstpreisedikt-301 note: Ein älterer Versuch, Lebensmittelpreise von oben festzulegen. verification: verified sources: - key: s1 title: 'Medieval Sourcebook: The Assizes of Bread, Beer, & Lucrum Pistoris' publisher: Fordham University, Internet History Sourcebooks url: https://sourcebooks.web.fordham.edu/source/breadbeer.asp accessedAt: '2026-10-02' - key: s2 title: The Assize of Bread in 18th-Century Oxford publisher: Oxoniensia (W. Thwaites, 1986) url: https://www.oxoniensia.org/volumes/1986/thaites.pdf accessedAt: '2026-10-02' - key: s3 title: assize of bread publisher: Oxford Reference (A Dictionary of Food and Nutrition) url: https://www.oxfordreference.com/display/10.1093/oi/authority.20110803095429884 accessedAt: '2026-10-02' - key: s4 title: Feudal Wiltshire publisher: British History Online (Victoria County History, Wiltshire vol. 5) url: https://www.british-history.ac.uk/vch/wilts/vol5/pp44-71 accessedAt: '2026-10-02' - key: s5 title: Bread Act 1836 (6 & 7 Will. 4 c. 37) publisher: legislation.gov.uk (The National Archives) url: https://www.legislation.gov.uk/ukpga/Will4/6-7/37/pdfs/ukpga_18360037_en.pdf accessedAt: '2026-10-02' - key: s6 title: Cumbrian Manorial Records – Glossary publisher: Lancaster University url: https://www.lancaster.ac.uk/fass/projects/manorialrecords/glossary/index.htm accessedAt: '2026-10-02' disputed: - claim: Entstehungszeit der Brot- und Biertaxe positions: - value: 1266, 51. Regierungsjahr Heinrichs III. source: s2 - value: Fassungen von Heinrich II. bis Eduard II. source: s1 resolution: >- 1266 ist das Jahr, dem das Statut zugeschrieben wird; ältere und jüngere Fassungen derselben Regel liefen daneben um (s1). - claim: Ende der Brottaxe positions: - value: '1815' source: s3 - value: Oktober 1836 (Oxford) source: s2 resolution: >- Das Gesetz von 1836 gilt ausdrücklich für das Gebiet außerhalb Londons und seines Umkreises (s5); die Angabe 1815 betrifft danach nicht das ganze Land. provenance: origin: recherche model: beschaffer:opus createdBy: '/research (Musterlauf: ernaehrung)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-02' --- Das englische Statut über Brot und Bier, die „Assisa panis et cervisie“, wird auf 1266 datiert, das 51. Regierungsjahr Heinrichs III.[^s2] Oxford Reference nennt dasselbe Jahr für die Einführung der Brottaxe.[^s3] Die Regeln legten Preis, Gewicht und Qualität von Brot und Bier fest, die in Städten und Dörfern hergestellt und verkauft wurden.[^s1] Kostete ein Quarter Weizen 12 Pence, musste ein Weißbrot für einen Farthing ein festgelegtes Gewicht haben.[^s1] Die Taxe sollte das Brot nicht verbilligen, sondern seinen Preis an den jeweiligen Weizenpreis binden.[^s2] Das Jahr ist nicht das einzige, das genannt wird: Das Internet History Sourcebook der Fordham University beschreibt Fassungen der Regel von Heinrich II. bis Eduard II.[^s1] In Wiltshire soll der Bischof von Salisbury das Recht über Brot und Bier in Stratford-sub-Castle schon 1120 von Heinrich I. erhalten haben.[^s4] Wer gegen die Taxe verstieß, zahlte nach dem Statut beim ersten bis dritten Mal eine Buße nach der Schwere des Vergehens; Bäckern drohte bei schwereren Verstößen der Pranger, Brauerinnen, die nicht davon abließen, der Schandkarren.[^s1] Zu den Rechten der Leet-Gerichte gehörte die Aufsicht über Brot und Bier, und manche bestellten weiterhin eigene Bierprüfer.[^s6] In Wiltshire nahmen die meisten Grundherren statt Pranger und Schandkarren eine kleine Buße von 2 oder 3 Pence.[^s4] Unter Königin Anne durften die Behörden auch den Mehlpreis heranziehen, und dem Bäcker war ein Zuschlag für Holz, Hefe, Salz und Löhne anzurechnen.[^s2] Oxford Reference datiert die Abschaffung der Brottaxe auf 1815.[^s3] Ein Gesetz vom 28. Juli 1836 hob die Brotgesetze für das Gebiet außerhalb Londons und eines Umkreises von zehn Meilen um die Royal Exchange auf.[^s5] In Oxford wurde die Taxe seit Oktober 1836 nicht mehr festgesetzt.[^s2] Ende der Datei: 6 Quellen.