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Das arabische Ölembargo löst die erste Ölpreiskrise aus

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Nach dem Jom-Kippur-Krieg drosseln die arabischen Förderstaaten die Förderung und verhängen zwei Tage später ein Lieferembargo gegen die USA. Der Ölpreis vervierfacht sich, westliche Industriestaaten geraten in eine Rezession.

Am 6. Oktober 1973 begann der Jom-Kippur-Krieg, der bis zum 26. Oktober dauerte; westliche Staaten unterstützten Israel.1 Als Reaktion setzten die in der zusammengeschlossenen arabischen Förderstaaten Öl als politisches Druckmittel ein — in zwei Schritten.45 Am 17. Oktober beschlossen sie, die Förderung um mindestens fünf Prozent im Monat zu senken, bis Israel die besetzten Gebiete räumt.4 Zwei Tage später, unmittelbar nach dem Ersuchen Präsident Nixons an den Kongress um 2,2 Milliarden Dollar Nothilfe für Israel, verhängte die OAPEC ein Lieferembargo gegen die Vereinigten Staaten.5 Der Preis je Barrel stieg von 2,90 Dollar vor dem auf 11,65 Dollar im Januar 1974.5

Die Wirkung ging weit über die Energiewirtschaft hinaus.2 Die Verteuerung stürzte die Bundesrepublik in eine tiefe Rezession und beendete den fast dreißigjährigen Nachkriegsboom.2 Als sichtbarste Maßnahme verhängte die Bundesregierung auf Grundlage des Energiesicherungsgesetzes an vier Sonntagen ab dem 25. November 1973 ein allgemeines Fahrverbot.1

Die Krise wurde zugleich zur Belastungsprobe für die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit in Europa, weil die betroffenen Staaten unterschiedlich stark getroffen waren und unterschiedlich reagierten.3 Das Embargo selbst wurde im März 1974 aufgehoben, die höheren Preise blieben.5

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