Zeitalter nach der europäischen Epocheneinteilung der Geschichtswissenschaft. Sie werden aus dem Datum eines Eintrags berechnet und sind ein Zeitband: Ein Eintrag aus China oder Mesoamerika liegt im selben Band, gehört deshalb aber nicht zur europäischen Geschichte.
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1559
Rom veröffentlicht 1559 den ersten päpstlichen Index verbotener Bücher
1559 erschien unter Papst Paul IV. der erste römische Index librorum prohibitorum, mit mehr als tausend Verboten in drei Klassen. Die Liste wurde bis 1948 fortgeschrieben; 1966 verlor sie ihre kirchenrechtliche Kraft. -
1710
Das Statute of Anne gibt 1710 den Autoren das Recht an ihren Büchern
Am 10. April 1710 trat das Statute of Anne in Kraft, das als erstes Urheberrechtsgesetz gilt. Es gab Autoren für vierzehn Jahre das alleinige Recht, ihre Werke zu drucken, und verlängerte es um weitere vierzehn, wenn sie dann noch lebten. -
1886
Die Berner Übereinkunft schützt 1886 Werke über Landesgrenzen hinweg
Am 9. September 1886 unterzeichneten zehn Staaten die Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst. Autoren genießen seither in jedem Verbandsland die Rechte der Einheimischen, ohne Formalitäten. -
2025
Der Literaturnobelpreis 2025 geht an László Krasznahorkai
Am 9. Oktober 2025 sprach die Schwedische Akademie den Literaturnobelpreis dem ungarischen Schriftsteller László Krasznahorkai zu. Er ist nach Imre Kertész der zweite Ungar mit diesem Preis. -
2025
Der Booker Prize 2025 geht an David Szalay für „Flesh“
Am 10. November 2025 erhielt David Szalay in London den Booker Prize für den Roman „Flesh“, der einen ungarischen Mann von der Jugend bis ins Alter begleitet. Szalay ist nach der Booker-Stiftung der erste ungarisch-britische Preisträger. -
2026
Der International Booker Prize 2026 geht an „Taiwan Travelogue“ von Yáng Shuāng-zǐ und Lin King
Am 19. Mai 2026 erhielten Yáng Shuāng-zǐ und ihre Übersetzerin Lin King in London den International Booker Prize für „Taiwan Travelogue“. Die Autorin ist Taiwanerin; es ist das erste aus dem Mandarin übersetzte Buch mit diesem Preis. -
2026
Lena Schätte gewinnt 2026 den 50. Ingeborg-Bachmann-Preis
Am 28. Juni 2026 gewann Lena Schätte in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis mit ihrem Text „Was wir tragen“. Der Wettbewerb fand zum 50. Mal statt, im Jahr von Bachmanns 100. Geburtstag. -
2026
Der Literaturnobelpreis 2026 geht an Anne Carson
Am 8. Oktober 2026 sprach die Schwedische Akademie den Literaturnobelpreis der kanadischen Autorin Anne Carson zu. Sie würdigt ein Werk, das im Dialog mit der Antike neue literarische Formen gefunden hat. -
2026
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026 geht an Philippe Sands
Am 11. Oktober 2026 erhielt der Jurist und Schriftsteller Philippe Sands in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. In seiner Dankesrede forderte er, das Schweigen über Völkerstraftaten zu brechen. -
2026
Premio Planeta 2026 geht an Isabel Allende
Isabel Allende gewann den Premio Planeta 2026 mit „La hora antes del alba“, einer Fortsetzung von „La casa de los espíritus“. Der Preis wurde am 15. Oktober in Barcelona zum 75. Mal vergeben.