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Cheops-Pyramide: Schächte als Weg zu den Sternen gedeutet

Belegt durch 5 unabhängige Quellen

ZeitalterAltertum

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Aus der Königskammer der Cheops-Pyramide, vollendet im frühen 25. Jahrhundert v. Chr., führen zwei schmale Schächte durch das Mauerwerk. In den 1960er Jahren wurden sie als Weg der Seele des Königs zu den Sternen gedeutet; ob sie religiös gemeint waren oder der Belüftung dienten, ist offen.

Die Große Pyramide von Gizeh ließ Cheops errichten, der zweite König der 4. Dynastie Ägyptens.1 Begonnen wurde der Bau um 2550 v. Chr.,3 vollendet im frühen 25. Jahrhundert v. Chr.1 Die 4. Dynastie setzt National Geographic auf 2680 bis 2560 v. Chr. an,3 die Britannica auf etwa 2543 bis 2436 v. Chr.1 Die Daten des Alten Reichs hängen an wenigen astronomischen Beobachtungen, über die weiter gestritten wird.5 Aus der Königskammer führen zwei schmale Schächte schräg durch das Mauerwerk.12 Ob sie einem religiösen Zweck oder der Belüftung dienten, ist nicht bekannt.13

In den 1960er Jahren deuteten Alexander Badawy und Virginia Trimble die Schächte erstmals astronomisch.42 Als Visierlinien sahen sie die Schächte nicht, sondern als Weg, auf dem sich die Seele des Königs mit den Sternen vereinen sollte.4 Die Polarsterne hießen in Ägypten die „unvergänglichen Sterne“, und zu ihnen sollten die verstorbenen Pharaonen gelangen.2 Die Pyramidentexte stammen aus der 5. Dynastie, gehen aber wohl auf ältere religiöse Vorstellungen zurück.4 Nach ihnen gesellt sich der König zu den , die nie auf- oder untergehen.4

Welche Schächte auf welche Sterne zielen, wird verschieden angegeben: Nach Astronomy zielt einer der Schächte ungefähr dorthin, wo damals der Polarstern stand, der andere zum Oriongürtel;2 nach Ancient Egypt Online bezogen Badawy und Trimble ihre Zuordnung auf die Königinnenkammer, mit dem Stern Beta im Kleinen Bären im Norden und Sirius im Süden.4 Für die Beobachtung von Sternen taugten die Schächte kaum, denn sie verlaufen an den Enden waagerecht und sind von Steinen verschlossen.24 Theorien, nach denen die Pyramiden am Oriongürtel ausgerichtet sind, lehnen Wissenschaftler ab.3

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