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Pyramidentexte des Unas: Der König steigt zum Himmel auf

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ZeitalterAltertum

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Mitte des 24. Jahrhunderts v. Chr. wurden in der Pyramide des Unas in Sakkara die Pyramidentexte gemeißelt, die ältesten erhaltenen religiösen Texte Ägyptens. Darin steigt der tote König als Vogel oder über eine Leiter zum Himmel auf.

Die Pyramidentexte wurden in Spalten auf die Innenwände der Pyramide des Unas gemeißelt, des letzten Königs der 5. Dynastie.14 Sie gelten als die ältesten erhaltenen religiösen Texte Ägyptens.41 Die Pyramide steht in Sakkara, dem Friedhof der damaligen Hauptstadt Memphis.43 Die Grabkammer mit den Texten wird in die Mitte des 24. Jahrhunderts v. Chr. datiert,1 die Pyramidentexte allgemein um 2350 v. Chr.2 Als Erster betrat 1881 der französische Ägyptologe Gaston Maspero die Pyramide.3

Die Sprüche handeln vom Tod des Königs, von seiner Auferstehung und von seinem Aufstieg zum Himmel mit Hilfe des Gottes Atum-Re.6 In manchen Texten fliegt der König als Falke oder Gans zum Himmel, in anderen steigt er auf einer Leiter hinauf.2 In der Pyramide des Unas sagt der König, ihm sei eine Treppe zum Himmel aufgestellt; er werde als Vogel auffliegen und als Käfer landen.5 Am Ziel lebt der König am Himmel beim Sonnengott Re und bei den „unvergänglichen Sternen“ des Nachthimmels.21 Ein Jenseits am Himmel war zumindest im Alten Reich offenbar dem König vorbehalten.1

Für die Pyramide des Unas nennen die Quellen 226,7 2274 oder 228 Sprüche.1 Zu den bekanntesten gehören die Sprüche 273 und 274, der „Kannibalenhymnus“, in dem der König bei seiner Ankunft im Himmel die Kraft der Götter verzehrt.16 Neuere Deutungen lesen ihn nicht wörtlich, sondern als Bild für die Macht des Königs am Himmel.6 Allgemein wird angenommen, dass die Texte bei ihrer Niederschrift schon sehr alt waren; oft wird ihre Entstehung um 3100 bis 3000 v. Chr. vermutet.2

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