--- id: cheops-pyramide-schaechte-3-jt-v-chr title: 'Cheops-Pyramide: Schächte als Weg zu den Sternen gedeutet' date: -2499-01-01 datePrecision: millennium dateSources: - s1 - s3 summary: >- Aus der Königskammer der Cheops-Pyramide, vollendet im frühen 25. Jahrhundert v. Chr., führen zwei schmale Schächte durch das Mauerwerk. In den 1960er Jahren wurden sie als Weg der Seele des Königs zu den Sternen gedeutet; ob sie religiös gemeint waren oder der Belüftung dienten, ist offen. themeId: theme-raumflug-im-roman wikidata: - id: Q37200 name: Cheops-Pyramide seeAlso: - id: pyramidentexte-unas-24-jh-v-chr note: >- Die Texte, aus denen die Deutung der Schächte den Aufstieg des Königs zu den Sternen ableitet. - id: etana-adlerflug-3-jt-v-chr note: >- Im selben Jahrtausend erzählt Mesopotamien von einem König, der auf einem Adler zum Himmel steigt. - area: arbeit id: tagebuch-des-merer-2570-v-chr note: >- Das Tagebuch eines Aufsehers, der Steine für den Bau dieser Pyramide transportieren ließ. verification: verified sources: - key: s1 title: Great Pyramid of Giza publisher: Encyclopaedia Britannica url: https://www.britannica.com/topic/Great-Pyramid-of-Giza accessedAt: '2026-10-23' - key: s2 title: Are the Egyptian pyramids aligned with the stars? publisher: Astronomy url: https://www.astronomy.com/science/are-the-egyptian-pyramids-aligned-with-the-stars/ accessedAt: '2026-10-23' - key: s3 title: Pyramids of Giza publisher: National Geographic url: https://www.nationalgeographic.com/history/article/giza-pyramids accessedAt: '2026-10-23' - key: s4 title: 'Great Pyramid: “Air shafts”' publisher: Ancient Egypt Online url: https://ancientegyptonline.co.uk/pyramid-air-shafts/ accessedAt: '2026-10-23' - key: s5 title: Radiocarbon-Based Chronology for Dynastic Egypt publisher: Science (Bronk Ramsey et al., 2010) url: https://www.ltrr.arizona.edu/~tswetnam/CMATE/Ramsey%20et%20al%20Science%202010%20Egypt%20radiocarbon.pdf accessedAt: '2026-10-24' disputed: - claim: Zeitraum der 4. Dynastie positions: - value: 2680–2560 v. Chr. source: s3 - value: etwa 2543–2436 v. Chr. source: s1 - value: 2575–2465 v. Chr. source: s4 stand: forschung-offen - claim: Welche Schächte Badawy und Trimble auf welche Sterne bezogen positions: - value: ein Schacht zum damaligen Polarstern, der andere zum Oriongürtel source: s2 - value: >- Schächte der Königinnenkammer: Beta im Kleinen Bären (Nord) und Sirius (Süd) source: s4 provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (Musterlauf: raumfahrt)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-23' --- Die Große Pyramide von Gizeh ließ Cheops errichten, der zweite König der 4. Dynastie Ägyptens.[^s1] Begonnen wurde der Bau um 2550 v. Chr.,[^s3] vollendet im frühen 25. Jahrhundert v. Chr.[^s1] Die 4. Dynastie setzt National Geographic auf 2680 bis 2560 v. Chr. an,[^s3] die Britannica auf etwa 2543 bis 2436 v. Chr.[^s1] Die Daten des Alten Reichs hängen an wenigen astronomischen Beobachtungen, über die weiter gestritten wird.[^s5] Aus der Königskammer führen zwei schmale Schächte schräg durch das Mauerwerk.[^s1][^s2] Ob sie einem religiösen Zweck oder der Belüftung dienten, ist nicht bekannt.[^s1][^s3] In den 1960er Jahren deuteten Alexander Badawy und Virginia Trimble die Schächte erstmals astronomisch.[^s4][^s2] Als Visierlinien sahen sie die Schächte nicht, sondern als Weg, auf dem sich die Seele des Königs mit den Sternen vereinen sollte.[^s4] Die Polarsterne hießen in Ägypten die „unvergänglichen Sterne“, und zu ihnen sollten die verstorbenen Pharaonen gelangen.[^s2] Die Pyramidentexte stammen aus der 5. Dynastie, gehen aber wohl auf ältere religiöse Vorstellungen zurück.[^s4] Nach ihnen gesellt sich der König zu den Zirkumpolarsternen, die nie auf- oder untergehen.[^s4] Welche Schächte auf welche Sterne zielen, wird verschieden angegeben: Nach Astronomy zielt einer der Schächte ungefähr dorthin, wo damals der Polarstern stand, der andere zum Oriongürtel;[^s2] nach Ancient Egypt Online bezogen Badawy und Trimble ihre Zuordnung auf die Königinnenkammer, mit dem Stern Beta im Kleinen Bären im Norden und Sirius im Süden.[^s4] Für die Beobachtung von Sternen taugten die Schächte kaum, denn sie verlaufen an den Enden waagerecht und sind von Steinen verschlossen.[^s2][^s4] Theorien, nach denen die Pyramiden am Oriongürtel ausgerichtet sind, lehnen Wissenschaftler ab.[^s3] Ende der Datei: 5 Quellen.