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Die Weltgesundheitsversammlung erklärt die Pocken für ausgerottet

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Am 8. Mai 1980 stellt die 33. Weltgesundheitsversammlung fest, dass die Pocken nicht mehr vorkommen. Es ist bis heute die einzige Krankheit des Menschen, die vollständig beseitigt wurde — erreicht mit Ringimpfung statt Massenimpfung und für rund 300 Millionen Dollar.

Am 8. Mai 1980 erklärte die 33. Weltgesundheitsversammlung die Welt für frei von Pocken.2 Die WHO hielt fest, die Welt und alle ihre Völker hätten die Freiheit von den Pocken gewonnen — von der Krankheit, die seit frühesten Zeiten in Epidemien durch viele Länder gezogen sei.1 Es ist bis heute die einzige Krankheit des Menschen, die vollständig beseitigt wurde.3

Die Größenordnung erklärt den Aufwand: Allein im 20. Jahrhundert starben nach Angaben des Programmleiters Donald Henderson schätzungsweise 300 Millionen Menschen an Pocken.3 Die schwere Form Variola major tötete rund 30 Prozent der Erkrankten, die mildere Variola minor weniger als ein Prozent.3

Ein erster Anlauf ab 1959 blieb an fehlendem Geld und Personal hängen; 1967 begann das Intensivierte Ausrottungsprogramm mit neuen Mitteln, darunter die gegabelte Nadel und hochwertigere Gefriertrocknungsimpfstoffe.2 Wesentlich trug die Umstellung der Strategie bei: statt flächendeckend zu impfen, wurden gezielt die Kontaktpersonen gefundener Fälle geimpft — .3 Das intensivierte Programm ab 1967 kostete rund 300 Millionen US-Dollar, zwei Drittel davon getragen von den betroffenen Ländern selbst.1

Die letzten Fälle sind genau dokumentiert.2 Die dreijährige Rahima Banu aus Bangladesch war Ende 1975 die letzte natürlich erworbene Erkrankung an Variola major; Ali Maow Maalin, ein Krankenhauskoch in Somalia, die letzte an Variola minor im Oktober 1977.2 Anschließend suchten Teams der WHO noch zwei Jahre in Afrika nach weiteren Fällen, bevor die Feststellung getroffen wurde.3 Bemerkenswert ist dabei, wer zusammenarbeitete: Die Kampagne lief mitten im Kalten Krieg, getragen unter anderem von den USA und der Sowjetunion.1

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