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Australien beseitigt Trachom als 30. Land, bestätigt die WHO

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Am 29. April 2026 bestätigte die WHO, dass Australien das Trachom als Problem der öffentlichen Gesundheit beseitigt hat, als 30. Land weltweit. Gehalten hatte sich die Krankheit in abgelegenen Gemeinden von Aborigines und Torres-Strait-Insulanern.

Am 29. April 2026 bestätigte die Weltgesundheitsorganisation, dass Australien das als Problem der öffentlichen Gesundheit beseitigt hat.13 Australien ist damit das 30. Land, für das die WHO das bestätigt hat.12 Das Trachom ist weltweit die häufigste infektiöse Ursache von Erblindung.1 Für Australien ist es die erste vernachlässigte Tropenkrankheit, deren Beseitigung die WHO bestätigt.1

Als beseitigt gilt das Trachom, wenn in jedem früher betroffenen Bezirk weniger als 0,2 Prozent der Menschen ab 15 Jahren eine dem Gesundheitssystem unbekannte Trichiasis haben, weniger als 5 Prozent der Kinder von einem bis neun Jahren die follikuläre Entzündung, und wenn neue Fälle erkannt und behandelt werden.1 Verlangt wird also nicht, dass kein Fall mehr auftritt, sondern dass die Werte unter diesen Schwellen liegen.1 In der übrigen Bevölkerung war das Trachom schon Anfang des 20. Jahrhunderts weitgehend verschwunden, nachdem sich der Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäranlagen verbessert hatte.2 Erhebungen in den 1970er-Jahren zeigten aber, dass es unter Aborigines und Torres-Strait-Insulanern fortbestand.2 2006 richtete Australien das National Trachoma Management Program ein, das die Empfehlungen der WHO umsetzte.13 Statt Massenbehandlungen behandelte es gezielt nach Daten aus den einzelnen Gemeinden.1

In den gefährdeten Gemeinden sank der Anteil der Erkrankten unter den Kindern von fünf bis neun Jahren von 14,9 Prozent im Jahr 2009 auf 1,5 Prozent im Jahr 2024.3 Gesundheitsminister Mark Butler kündigte an, die Regierung werde wachsam bleiben, damit das Trachom nicht zurückkehrt.3 Neben dem Trachom kommen in Australien weitere vernachlässigte Tropenkrankheiten vor, darunter Buruli-Ulkus, Lepra und Krätze.1 Im selben Jahr hatten zuvor Algerien im Februar und Libyen im April dieselbe Bestätigung erhalten.2

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