Die WHO empfiehlt 2021 erstmals einen Malaria-Impfstoff für den breiten Einsatz
Am 6. Oktober 2021 empfahl die Weltgesundheitsorganisation den Malaria-Impfstoff RTS,S für Kinder im südlichen Afrika. Vorausgegangen war ein Feldversuch in drei Ländern, der 2019 begonnen hatte.
Am 6. Oktober 2021 sprach die Weltgesundheitsorganisation eine Empfehlung für den Malaria-Impfstoff RTS,S/AS01 aus — für Kinder in Afrika südlich der Sahara und in anderen Gebieten mit mittlerer bis hoher Übertragung.1,3 Verimpft werden soll er nach der WHO in vier Dosen ab einem Alter von fünf Monaten.2 Das KEMRI-Wellcome-Programm nennt sechs Monate und die letzte Dosis um den zweiten Geburtstag.3
Der Empfehlung ging ein Feldversuch voraus.2 Seit 2019 lief in Ghana, Kenia und Malawi ein Pilotprogramm, das bis zur Empfehlung mehr als 900.000 Kinder erreicht hatte; auf seinen Ergebnissen beruht die Empfehlung.2 Bis zum Abschluss des Versuchs 2023 waren mehr als sechs Millionen Dosen verabreicht und mehr als 2,5 Millionen Kinder hatten wenigstens eine erhalten.1
Als Hindernis nennt die CDC unter anderem, dass es technisch schwierig ist, überhaupt einen Impfstoff gegen einen Parasiten zu entwickeln; der Erreger der Malaria hat einen verwickelten Lebenszyklus.1 An Malaria-Impfstoffen wurde seit den 1960er Jahren gearbeitet.1
Siehe auch
- Edward Jenner impft einen achtjährigen Jungen mit Kuhpocken 1796 Zweihundertfünfundzwanzig Jahre zuvor derselbe Gedanke gegen ein Virus.
- Die Weltgesundheitsversammlung erklärt die Pocken für ausgerottet 1980 Was dort gelang, ist hier nicht in Sicht — der Impfstoff schafft keine Ausrottung.