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Der Codex Sinaiticus fasst die griechische Bibel in einem Band aus Pergament

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ZeitalterAltertum

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Im 4. Jahrhundert, wohl um dessen Mitte, entstand der Codex Sinaiticus: mindestens 730 Pergamentblätter mit der ganzen griechischen Bibel. Er enthält die einzige vollständige Abschrift des griechischen Neuen Testaments aus der Zeit vor dem 9. Jahrhundert.

Der Codex Sinaiticus wurde im 4. Jahrhundert geschrieben; datiert wird er über die Schrift, mit den Mitteln der .12 Ursprünglich enthielt er das Alte und das Neue Testament, dazu den Hirten des Hermas und den Barnabasbrief.3 Er umfasste mindestens 730 Blätter Pergament, also 1.460 Seiten.4 Das Neue Testament ist vollständig erhalten, und es ist die einzige vollständige Abschrift des griechischen Neuen Testaments aus der Zeit vor dem 9. Jahrhundert.4

Die Handschriften christlicher Schriften, die sicher älter sind, enthalten nur kleine Teile des Bibeltextes.1 Die Biblical Archaeology Society nennt den Codex deshalb die älteste vollständige Handschrift des Neuen Testaments.5 Es fehlen darin aber Stellen, die spätere Bibeln enthalten, etwa der Auferstehungsbericht am Ende des Markusevangeliums und die Erzählung von der Ehebrecherin bei Johannes.5

Konstantin von Tischendorf nahm 1844 bei seinem ersten Besuch im Katharinenkloster am Sinai 43 Blätter mit, die seither in der Universitätsbibliothek Leipzig liegen.23 Bei seinem dritten Besuch 1859 bat er, den Codex nach Kairo zu schicken, um ihn für eine Ausgabe abzuschreiben.3 Der Hauptteil mit 347 Blättern gelangte noch im selben Jahr nach Sankt Petersburg.2 Die russische Regierung behielt die Handschrift und verkaufte sie 1933 für 100.000 Pfund nach England.23 Heute verteilen sich die Reste auf vier Orte: 347 Blätter in der British Library, 43 in Leipzig, Teile von drei Blättern in der Russischen Nationalbibliothek und ein Dutzend oder mehr im Katharinenkloster.4

Wie eng sich die Entstehung eingrenzen lässt, sagen die Quellen verschieden: Das Codex-Sinaiticus-Projekt nennt das 4. Jahrhundert und manchmal dessen Mitte, das Katharinenkloster das zweite Viertel.13 Tischendorf schrieb, die Mönche hätten den Codex beinahe verbrannt; das Kloster weist das als Verleumdung zurück und beklagt den Verlust der Handschrift.3

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