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Fessendens Weihnachtssendung 1906 ist zeitgenössisch nicht belegt

Belegt durch 3 unabhängige Quellen

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Reginald Fessenden soll am Heiligabend 1906 Sprache und Musik über Funk gesendet haben. Der einzige Bericht darüber stammt von ihm selbst — aus einem Brief von 1932.

Am Abend des 24. Dezember 1906 soll Reginald Fessenden von Brant Rock in Massachusetts aus Sprache und Musik gesendet haben: eine Ansprache, Händels „Largo" vom Phonographen, ein Violinsolo, Gesang und eine Bibelstelle.12 Eine Woche später, am 31. Dezember, habe er das Programm in ähnlicher Form wiederholt.1 Empfangsmeldungen habe es an Heiligabend bis Norfolk in Virginia gegeben, in der Silvesternacht bis in die Westindischen Inseln.1 Das Institute of Electrical and Electronics Engineers hat den 24. Dezember 1906 mit einem Milestone ausgezeichnet und nennt ihn die erste Rundfunkübertragung von Unterhaltung und Musik an ein allgemeines Publikum.2

Was an dieser Darstellung fehlt, ist der zeitgenössische Beleg.1 Der Bericht geht auf einen Brief zurück, den Fessenden fünfundzwanzig Jahre später, am 29. Januar 1932, an S. M. Kinter schrieb; er ist offenbar die einzige Schilderung aus erster Hand.1 Zeitgenössische Berichte über die beiden Sendungen sind nicht bekannt.1

Für den 21. Dezember 1906 liegt dagegen vor, was dem Heiligabend fehlt.3 Fessenden berichtete seinem Geldgeber Hay Walker von einer Vorführung mit benannten Zeugen — darunter ein Vertreter der Bell Telephone Company, Elihu Thomson von General Electric und zwei Männer der Nachrichtenagentur Associated Press.3 Der Ingenieur James E. O'Neal, der der Sache nachging, hält fest: „Despite numerous searches, there is absolutely no contemporary evidence that the celebrated Christmas Eve transmission ever took place."3 Überliefert sei reichlich Erzähltes aus zweiter und dritter Hand — nur zähle das vor der Geschichtsschreibung nicht.3

Belegt im strengen Sinn ist der 21. Dezember.3

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