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Ein Abkommen in Istanbul öffnet 2022 die ukrainischen Häfen für Getreide, bis Russland es ein Jahr später aufkündigt

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Am 22. Juli 2022 unterzeichneten Russland, die Ukraine und die Türkei in Istanbul unter UN-Vermittlung die Schwarzmeer-Getreideinitiative. Bis Russland sie im Juli 2023 beendete, wurden rund 33 Millionen Tonnen Lebensmittel aus ukrainischen Häfen ausgeführt.

Am 22. Juli 2022 wurde in Istanbul die Initiative für den sicheren Transport von Getreide und Lebensmitteln aus ukrainischen Häfen unterzeichnet.16 Vertragsparteien waren die Türkei, Russland und die Ukraine, auf Vorschlag des UN-Generalsekretärs.1 Parallel dazu schlossen die Vereinten Nationen und Russland ein eigenes Abkommen über russische Getreide- und Düngerexporte.2 In Istanbul entstand unter UN-Schirmherrschaft ein gemeinsames Koordinierungszentrum mit Vertretern der Parteien und der Vereinten Nationen.1 Die Initiative galt 120 Tage und verlängerte sich automatisch, sofern keine Partei widersprach.1

Am 29. Oktober 2022 setzte Russland seine Teilnahme aus und kehrte vier Tage später, am 2. November, zurück.6 Nach dem Warschauer Zentrum für Oststudien wurden vom Beginn im August 2022 bis Mitte Juli 2023 auf diesem Weg 32,9 Millionen Tonnen Güter ausgeführt;4 der Rat der EU spricht von fast 33 Millionen Tonnen Getreide und Lebensmitteln für 45 Länder.5 UN-Generalsekretär António Guterres sagte, die Abkommen hätten die Lebensmittelpreise seit März 2022 um mehr als 23 Prozent gesenkt.2 Der Rat der EU verweist darauf, dass der um 23 Prozent unter seinen Höchststand vom März 2022 gefallen war.5

Am 17. Juli 2023 gab Kremlsprecher Dmitri Peskow bekannt, dass Russland aus der Initiative austrete, und Russland entzog den Schiffen die Sicherheitsgarantien.4 Die Initiative lief an diesem Tag aus.2 Im Juli 2023 stieg der FAO-Lebensmittelpreisindex auf 123,9 Punkte, 1,3 Prozent mehr als im Vormonat; die FAO nannte als einen Grund das Ende der Initiative.3 Die Weizenpreise stiegen um 1,6 Prozent, zum ersten Mal seit neun Monaten, der Preis für Sonnenblumenöl um mehr als 15 Prozent.3 Das International Food Policy Research Institute schätzte die unmittelbare Wirkung des Endes auf die Rohstoffmärkte dagegen als gering ein.6

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