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Liebig erklärt 1840, dass Pflanzen von Mineralstoffen leben und nicht vom Humus

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1840 erschien Justus Liebigs Buch über die Anwendung der organischen Chemie auf Landwirtschaft und Physiologie. Seine These: Pflanzen ernähren sich aus Mineralstoffen, nicht aus Humus. Carl Sprengel hatte vieles davon früher gesagt, beim Stickstoff irrte Liebig, und sein eigener Dünger scheiterte.

1840 erschien bei Vieweg in Braunschweig Justus Liebigs Buch „Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie“.12 Den Anstoß hatte die British Association for the Advancement of Science gegeben, die Liebig 1837 um einen Bericht über den Stand der organischen Chemie bat.36 Eine englische Fassung übersetzte Lyon Playfair, der in Liebigs Labor arbeitete.46 Liebig vertrat darin nachdrücklicher als vor ihm de Saussure, dass Pflanzen sich aus anorganischen Stoffen ernähren und ihren Kohlenstoff aus dem Kohlendioxid der Luft beziehen.4 Er wandte sich damit gegen die verbreitete Humustheorie, nach der der Kohlenstoff der Pflanze vor allem aus Lauberde stammte.2

Neu war der Gedanke nicht: Carl Sprengel hatte schon 1826 die Mineralstoffe und nicht den Humus als Nährstoffe der Pflanzen bestimmt.37 Nach van der Ploeg, Böhm und Kirkham enthielt ein Aufsatz Sprengels von 1828 bereits das , das Liebig erst 1855 eigens behandelte und 1862 klar formulierte.3 Das Gesetz besagt, dass der knappste Nährstoff über das Wachstum entscheidet, und trägt meist Liebigs Namen.4 Die drei Autoren schlagen vor, es Sprengel-Liebig-Gesetz zu nennen.3

Beim Stickstoff irrte Liebig: Er nahm an, die Pflanzen bezögen ihn aus Ammoniak, das aus der Luft im Regenwasser gelöst an die Wurzeln gelange.4 Britannica nennt neben dem Ammoniak der Luft die Nitrate im Boden; diese Quellen habe Liebig jahrelang für wichtiger gehalten als Mist.2 Seine eigenen „chemischen Dünger“, ab 1845 entwickelt, erwiesen sich als wenig wirksam und unwirtschaftlich.24 Im englischen Rothamsted zeigten John Bennet Lawes und Henry Gilbert in Feldversuchen, dass Liebigs Mischung zu wenig Stickstoff enthielt.4 Lawes hatte 1842 ein Verfahren patentiert, Phosphat mit Schwefelsäure löslicher zu machen, und damit die erste Düngerfabrik gebaut; Rothamsted spricht dabei von Knochen, EBSCO von Rohphosphat.54 Nach Argus nannte das Patent beides, Knochen ebenso wie mineralische Phosphate; die Knochen wurden später daraus gestrichen.8

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