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Florida verbietet im Mai 2024 als erster US-Bundesstaat Fleisch aus Zellkultur

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Am 1. Mai 2024 unterzeichnete Floridas Gouverneur Ron DeSantis ein Verbot von Fleisch aus Zellkultur. Alabama folgte im selben Monat; ein Hersteller klagt, ein Berufungsgericht ließ das Verbot 2026 in Kraft.

Am 1. Mai 2024 wurde Florida nach dem National Agricultural Law Center der erste US-Bundesstaat, der verbot.3 Gouverneur Ron DeSantis unterzeichnete dazu das Gesetz SB 1084.1 Nach CBS News sprach er am 1. Mai auf einer Pressekonferenz.4 Das Gesetz untersagt, Fleisch aus Zellkultur zum Verkauf herzustellen, zu verkaufen, zum Verkauf vorzuhalten oder anzubieten und zu vertreiben; es trat am 1. Juli 2024 in Kraft.2

Ein Verstoß gilt als Vergehen zweiten Grades, und Lebensmittelbetrieben drohen Disziplinarmaßnahmen.3 Wird ein Inhaber oder Beschäftigter verurteilt, kann die Zulassung des Geschäfts ausgesetzt werden; Forschung zur Herstellung solchen Fleisches bleibt erlaubt.3 Das Parlament beschloss das Verbot als Teil eines umfassenderen Gesetzes für das Landwirtschafts- und Verbraucherministerium.5 DeSantis begründete es damit, Florida wehre sich gegen den Plan einer „globalen Elite“, die Welt Fleisch aus der Petrischale oder Insekten essen zu lassen.1 Landwirtschaftskommissar Wilton Simpson nannte es ein Gesetz, das das erste seiner Art im Land sei.1 Vor Gericht berief sich Simpson dagegen auf die Lebensmittelsicherheit: Das Gesetz solle verhindern, dass ein neues und unerprobtes Lebensmittel an die Einwohner Floridas gelangt.5

Alabama wurde danach der zweite Bundesstaat, der Fleisch aus Zellkultur untersagte.4 Gouverneurin Kay Ivey unterzeichnete das Gesetz dort am 7. Mai 2024.3 Der Hersteller Upside Foods nannte solche Verbote ein rücksichtsloses Vorgehen, das Fachleute für Lebensmittelsicherheit und die Wissenschaft übergehe.4 Upside klagte gegen Floridas Gesetz; Bundesrichter Mark Walker ließ die Klage weiterlaufen, soweit sie einen Verstoß gegen die sogenannte ruhende Handelsklausel der US-Verfassung geltend macht, und wies den Einwand ab, ein Bundesgesetz über Geflügelprodukte gehe vor.5 Im März 2026 entschied ein Dreierpanel des Berufungsgerichts für den 11. Bezirk, dass das Verbot nicht mit dem Bundesrecht über Geflügel kollidiert; es bleibt damit in Kraft.6 Nach dem Institute for Justice, das Upside vertritt, ist der Fall damit nicht beendet, weil die weitergehende Klage beim Bezirksgericht anhängig bleibt.6

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