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Statute of Cambridge verbietet 1388 Unrat in Gräben und Flüssen

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ZeitalterMittelalter

Zuletzt geändert am

Ein Parlament in Cambridge beschloss 1388 ein Statut gegen Mist und Schlachtabfälle in Gräben, Flüssen und Gewässern bei den Städten Englands. Begründet wurde es mit verdorbener Luft und Krankheiten.

1388 tagte das englische Parlament in Cambridge und beschloss dort mehrere Statuten.12 Eines davon trägt die Überschrift, es betreffe die Bestrafung derer, die nahe einer Stadt die Luft verderben.12 Bekannt wurde es als Statute of Cambridge.2

Als Anlass nennt das Statut, dass Mist und Abfälle von Schlachttieren in Gräben, Flüsse und andere Gewässer in und um die Städte geworfen würden.1 Dadurch sei die Luft verdorben, und täglich entstünden viele Krankheiten.1 Nach Raymond Williamson spricht das Statut damit die Miasmentheorie der Ansteckung deutlich aus.2 Wer solchen Unrat ablud, musste ihn vollständig entfernen, sonst drohte eine Strafe von 20 Pfund an den König.3 Ausgerufen werden sollte das in London und in den übrigen Städten des Reiches, wo es nötig war.3

In Cambridge selbst hatten Kanzler und Magister der Universität schon 1330 beim Parlament geklagt, dass Bürgermeister und Bailiffs die Straßen nicht sauber hielten.2 Vor der Sitzung wies der König am 12. August 1388 den Kanzler der Universität an, Schweine, Mist und Unrat von den Straßen der Stadt zu schaffen.2 Später warfen die Einwohner von Cambridge weiter Mist, Eingeweide und anderen Unrat in Straßen, Gräben und Flüsse, entgegen dem Gesetz von 1388.2 Heinrich VI. ermächtigte deshalb den Vizekanzler der Universität, die Verursacher mit Geldstrafen oder Haft zu belegen.2

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