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Nika-Aufstand: Blaue und Grüne erheben sich 532 gegen Justinian

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ZeitalterMittelalter

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Im Januar 532 verbündeten sich die Blauen und die Grünen, die Parteien der Wagenrennen im Hippodrom von Konstantinopel, gegen Kaiser Justinian. Der Nika-Aufstand endete nach rund einer Woche mit einem Massaker im Hippodrom, bei dem nach Prokop mehr als 30.000 Menschen starben.

Am 13. Januar 532 begann in Konstantinopel der Nika-Aufstand.23 Getragen wurde er von den Blauen und den Grünen, den Anhängerparteien der Wagenrennen, die sich dafür verbündeten.14 Auslöser war eine misslungene Hinrichtung: Mehrere Angehörige beider Parteien sollten gehängt werden, zwei überlebten und flüchteten in eine Kirche.2 Ihr Losungswort war „Nika“, „Siege!“, der Ruf, mit dem die Zuschauer sonst ihren Wagenlenker anfeuerten.14 In den folgenden Tagen zerstörten die Aufständischen unter anderem das Senatsgebäude und die damalige Hagia Sophia.3

Am 14. Januar entließ Kaiser Justinian auf Verlangen der Aufständischen den Präfekten Johannes den Kappadokier und den Quästor Tribonian.3 Die Menge rief Hypatios, einen Neffen des früheren Kaisers Anastasios, zum Kaiser aus.13 Kaiserin Theodora wird zugeschrieben, Justinian von der Flucht abgehalten zu haben.4 Ihre überlieferte Rede hält die Encyclopaedia Romana für ein wahrscheinlich rhetorisch gestaltetes Stück.2 Am 18. Januar schickte Justinian die Feldherren Belisar und Mundus mit Truppen ins Hippodrom.3 Sie drangen durch verschiedene Eingänge ein und schlossen die Menge im Inneren ein.2 Nach Prokop kamen an diesem Tag mehr als 30.000 Menschen ums Leben; Theophanes und das Chronicon Paschale nennen nach der Encyclopaedia Romana 35.000.12

Sechs Wochen später begann der Neubau der Hagia Sophia, die fünf Jahre danach geweiht wurde.2 Im Hippodrom fanden nach der Krise mehrere Jahre lang keine Spiele statt.4 Nach The Collector war die Macht der damit gebrochen; Blaue und Grüne behielten nur noch zeremonielle Aufgaben.3

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