Einträge zu diesem Thema (6)
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1689
Das Bill of Rights bindet die englische Krone an das Parlament
Am 16. Dezember 1689 erhält in England das Bill of Rights die königliche Zustimmung. Es erklärt die Kernrechte der Krone für rechtswidrig — Gesetze auszusetzen, Steuern zu erheben, ein stehendes Heer zu unterhalten — soweit das Parlament nicht zustimmt. -
1628
Karl I. stimmt der Petition of Right zu
Am 7. Juni 1628 stimmte Karl I. einer Petition beider Häuser zu. Sie erklärte Steuern ohne Parlament, Haft ohne Grund, Zwangseinquartierung und Kriegsrecht gegen Zivilisten für rechtswidrig. -
1505
Nihil novi: Polens König darf nicht mehr allein Gesetze erlassen
Auf dem Sejm in Radom nimmt Polen 1505 die Akte Nihil novi an: Nichts Neues ohne gemeinsame Zustimmung. Die Gesetzgebung geht von der Krone an ein Zweikammerparlament über — vertreten ist darin allerdings der Adel, nicht das Land. -
1356
Die Goldene Bulle legt fest, wer den König wählt
Auf zwei Hoftagen in Nürnberg und Metz lässt Kaiser Karl IV. 1356 ein Gesetzeswerk verkünden, das die Königswahl regelt: Sieben Kurfürsten wählen, eine Mehrheit genügt, der Papst wirkt nicht mit. Es gilt bis 1806. -
1215
König Johann besiegelt die Magna Carta
Am 15. Juni 1215 besiegelt König Johann auf einer Wiese bei Runnymede eine Urkunde, die ihn selbst an Regeln bindet. Zehn Wochen später erklärt der Papst sie für nichtig — drei Klauseln ihrer Fassung von 1297 gelten in England bis heute. -
1188
Cortes von León lassen erstmals Städtevertreter mitentscheiden
Alfons IX. von León beruft 1188 eine Versammlung ein, an der neben Adel und Klerus gewählte Vertreter der Städte teilnehmen. Die UNESCO führt die Beschlüsse als ältesten schriftlichen Beleg des europäischen Parlamentarismus.