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Neuseeland führt als erstes Land das Frauenwahlrecht ein

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Am 19. September 1893 unterzeichnet der Gouverneur von Neuseeland ein Wahlgesetz, das allen Frauen das Stimmrecht bei Parlamentswahlen gibt. Vorausgegangen sind sieben Jahre Kampagne und eine Petition mit knapp 32.000 Unterschriften.

Am 19. September 1893 unterzeichnete Gouverneur Lord Glasgow das neue Wahlgesetz Neuseelands.1 Damit war Neuseeland das erste selbstverwaltete Land der Welt, in dem alle Frauen bei Parlamentswahlen stimmberechtigt waren.1 Die Vereinigten Staaten folgten 1920, Großbritannien mit vollem Wahlrecht erst 1928.3

Vorausgegangen war eine siebenjährige Kampagne mit dreizehn und zusammen 31.872 Unterschriften — die größte Unterschriftensammlung, die es in Australasien je gegeben hatte.1 Das entsprach fast einem Viertel aller erwachsenen Frauen des Landes.2 Die erhaltene Rolle mit 25.519 Unterschriften liegt heute in der Ausstellung He Tohu der Nationalbibliothek.1

Die Gegnerschaft war handfest: Die Spirituosenbranche fürchtete, Frauen würden für ein Alkoholverbot stimmen; konservative Gruppen und die katholische Kirche lehnten ebenfalls ab, und Premierminister Richard Seddon war dagegen.2 Im Oberhaus wechselten zwei Abgeordnete der Gegenseite überraschend die Seite, und die Vorlage ging am 8. September mit 20 zu 18 Stimmen durch.2

Weniger als zwei Monate später hatten sich 109.461 Frauen für die Wahl vom November 1893 eintragen lassen.13 Das Stimmrecht war damit erreicht, das Recht zu kandidieren nicht — Frauen durften in Neuseeland erst ab 1919 für das Parlament antreten, und die erste Abgeordnete, Elizabeth McCombs, zog 1933 ein, vierzig Jahre nach dem Gesetz.1

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