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William Withering beschreibt 1785 den Fingerhut gegen Wassersucht

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1785 veröffentlicht William Withering in Birmingham seinen Bericht über den Fingerhut als Mittel gegen Wassersucht. Er stützt ihn auf 163 Kranke und warnt vor zu hohen Dosen.

1785 veröffentlichte William Withering in Birmingham „An Account of the Foxglove and Some of Its Medical Uses“, einen Bericht über den Fingerhut als Arzneimittel.12 Withering war Arzt am General Hospital in Birmingham.1 Nach seiner eigenen Darstellung wurde er 1775 nach einem Familienrezept gegen die gefragt, das eine alte Frau in Shropshire lange geheim gehalten hatte.1 Das Mittel bestand aus zwanzig oder mehr Kräutern, und Withering schloss, dass der wirksame Bestandteil nur der Fingerhut sein konnte.1

Er untersuchte daraufhin 163 Kranke mit Wassersucht und hielt die Ergebnisse genau fest.25 Die Universität Bristol nennt 160 Patienten in neun Jahren.3 Anfangs gab er den Fingerhut in viel zu hohen Dosen und zu lange.1 Daraus lernte er, wie entscheidend die Dosis ist.2 Getrocknetes, gepulvertes Blatt erwies sich als fünfmal so wirksam wie frisches.2 Als Folgen zu großer Gaben nennt Withering Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, verschwommenes Sehen, grün oder gelb erscheinende Gegenstände, einen Puls bis hinab auf 35 Schläge in der Minute und den Tod.1

Unterstützung fand Withering in der Lunar Society of Birmingham.2 Zu ihr gehörten unter anderen Matthew Boulton, Erasmus Darwin, Josiah Wedgwood und James Watt.2 Neu war der Fingerhut in der Medizin nicht; er wird schon in Schriften von 1250 erwähnt.4 Präparate aus Digitalis wie Digoxin und Digitoxin werden bis heute eingesetzt, um die Herzfrequenz zu regulieren.3

Um die Frau aus Shropshire ist eine Art moderne Legende entstanden.3 Einige Forscher bezweifeln inzwischen, dass es sie überhaupt gab.3

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