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James Lind testet 1747 sechs Mittel gegen Skorbut

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Am 20. Mai 1747 teilt James Lind auf der HMS Salisbury zwölf Skorbutkranke in sechs Paare und behandelt jedes anders. Am stärksten wirken Orangen und Zitronen; die Marine folgt erst 1795.

Am 20. Mai 1747 begann der Schiffsarzt James Lind an Bord der HMS Salisbury einen Versuch mit zwölf an erkrankten Seeleuten.15 Er teilte sie in sechs Paare und behandelte jedes Paar mit einem anderen der damals gebräuchlichen Mittel.21 Verglichen wurden Apfelwein, Vitriolelixier, Essig, Meerwasser, ein Abführmittel und Zitrusfrüchte.4 Das Zitrus-Paar bekam täglich zwei Orangen und eine Zitrone.25

Nach sechs Tagen war einer der beiden wieder dienstfähig.54 Der andere erholte sich am besten von allen4 und wurde zur Pflege der übrigen Kranken eingeteilt.5 Der Versuch gilt als einer der ersten dokumentierten kontrollierten klinischen Versuche.23 Für heutige Maßstäbe waren die Gruppen viel zu klein.4

1753 veröffentlichte Lind, inzwischen Arzt in Edinburgh, seinen „Treatise of the Scurvy“.23 Nach Jane Wickenden vom Institute of Naval Medicine nimmt der Bericht über den Versuch darin nur vier Seiten ein.2 Lind selbst hielt auch frische Luft und Bewegung für wirksam.3 Weil frisches Obst auf langen Fahrten schwer zu lagern war, empfahl er einen eingedickten Fruchtsaft, den er „rob“ nannte.1 Beim Erhitzen geht jedoch ein großer Teil der Ascorbinsäure verloren.1

Ein Jahr nach dem Treatise lehnte das Sick and Hurt Board der Marine einen Vorschlag ab, Seeleute mit Fruchtsaft zu versorgen.1 1795 wurde Zitronensaft für die gesamte Flotte Pflicht.3 Es war die erste allgemeine Anordnung, 42 Jahre nach dem Treatise;26 einzelne Flotten hatten schon vorher Zitronensaft erhalten, nun wurde er in weit größerem Umfang ausgegeben als je zuvor.1

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