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Mondlandung 1969 wird eines der größten Medienereignisse

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In der Nacht zum 21. Juli 1969 verfolgen geschätzt 500 bis 600 Millionen Menschen die Mondlandung live im Fernsehen. Familien kaufen dafür eigens ein Gerät. Die DDR überträgt nicht — und zeigt damit, was Rundfunk auch sein kann.

In der Nacht zum 21. Juli 1969 verfolgten rund 500 Millionen Menschen weltweit die ersten Schritte auf dem Mond im Fernsehen — etwa die Hälfte des damaligen Fernsehpublikums überhaupt.3 Quotenmeter nennt eine Schätzung von 600 Millionen.2 Das Museum für Kommunikation nennt auf derselben Seite auch „bis zu 600 Millionen“; die Größenordnung ist in beiden Fällen dieselbe.3 Was ein ausmacht, beschreibt die Ausstellung mit drei Merkmalen: öffentliche Reichweite und kommunikative Verdichtung, eine besondere emotionale Wirkung, und eine Erzählung, in die sich das Geschehen einfügt.3 Die Mondlandung war danach ein globales Medienereignis.3 In der Bundesrepublik kauften viele Familien eigens ein Fernsehgerät; andere sahen in Betrieben, Gaststätten und vor den Schaufenstern von Fernsehgeschäften zu.3

In der Bundesrepublik sendeten ARD und ZDF die Nacht hindurch.3 Günter Siefarth moderierte für die ARD 27 bis 28 Stunden aus dem WDR-Apollo-Studio12 und trug danach den Namen "Mister Apollo".1 Das ZDF setzte auf Heinrich Schiemann und dessen Raumfahrtkenntnisse; die ARD beantwortete Zuschauerfragen live am Telefon.2

Die DDR übertrug nicht live — anders als andere Staaten des Warschauer Pakts, etwa Polen.1 Wie viele DDR-Bürger die Landung im westdeutschen Fernsehen sahen, ist nicht erhoben; Medienwissenschaftler vermuten relativ hohe Zahlen.1 Im DDR-Fernsehen deutete der Kommentator Günter Herlt die Mission als Ausdruck eines amerikanischen Militarismus; seine Kritik trug er indirekt vor, indem er westdeutsche Presseberichte zitierte — ein verbreitetes Mittel der DDR-Berichterstattung.1

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