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KDKA sendet die erste kommerzielle Rundfunksendung

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Am Abend des 2. November 1920 überträgt der Sender KDKA aus East Pittsburgh die Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahl. Betrieben wird er von einem Elektrokonzern, der Empfänger verkaufen will — Rundfunk beginnt in den USA als Geschäftsmodell.

Am Abend des 2. November 1920 übertrug der Sender KDKA aus East Pittsburgh die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl zwischen Warren Harding und James Cox.12 Die Sendung lief von etwa 20 Uhr bis nach Mitternacht; die Ergebnisse kamen per Telefon von der Zeitung Pittsburgh Post und wurden zwischen Musikaufnahmen verlesen.1 Das Handelsministerium hatte die Lizenz sechs Tage zuvor, am 27. Oktober 1920, erteilt.2

Angesagt hat die Ergebnisse Leo Rosenberg mit den Worten, hier sei KDKA der Westinghouse Electric and Manufacturing Company in East Pittsburgh, Pennsylvania.2 Gesendet wurde mit 100 Watt aus einer Bude auf dem Dach eines Westinghouse-Gebäudes.2 Den Sender hatten Donald Little, später Chefingenieur der Station, und Frank Conrad gemeinsam entworfen und gebaut; Conrad, dessen private Musiksendungen den Anstoß gegeben hatten, hielt seinen eigenen Sender in Bereitschaft, falls die Anlage ausfiele.1

Der Beweggrund war kaufmännisch.12 Westinghouse-Vizepräsident Harry P. Davis hatte an Conrads Publikum erkannt, dass regelmäßige Sendungen die Nachfrage nach Empfangsgeräten erzeugen würden.12 Der Wahlabend war dafür der geeignete Anlass: Wer zuhörte, erfuhr das Ergebnis vor den Zeitungen.3

Das Radio wurde danach rasch populär.2 Bis 1922 waren in den Vereinigten Staaten über 500 lizenzierte Sender in Betrieb.2 KDKA selbst lieferte in den folgenden Jahren eine Reihe weiterer Erstübertragungen, darunter Hardings Antrittsrede 1921 sowie Box-, Baseball- und Footballspiele.2

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