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Zwölf Staaten unterzeichnen die erste Genfer Konvention

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Am 22. August 1864 verpflichten sich zwölf Staaten, Verwundete ohne Rücksicht auf ihre Nationalität zu versorgen und Sanitätspersonal als neutral zu behandeln. Alle zwölf sind europäisch, der Vertrag hat zehn Artikel. Erkennungszeichen wird ein rotes Kreuz auf weißem Grund.

Am 22. August 1864 unterzeichneten zwölf europäische Staaten in Genf die "Convention for the Amelioration of the Condition of the Wounded in Armies in the Field".12 Sie umfasst zehn Artikel.1 Zu den Unterzeichnern gehörten unter anderem die Schweiz, Frankreich, Preußen, Belgien, die Niederlande, Spanien und Italien.1

Der Anlass lag fünf Jahre zurück.3 Der Genfer Kaufmann Henry Dunant war am 24. Juni 1859 Zeuge der Schlacht von Solferino geworden und hatte darüber 1862 ein Buch geschrieben; darin schlug er vor, Sanitätspersonal als neutral anzuerkennen und in jedem Land Hilfsvereine zu gründen.3

Artikel 1 erklärt Lazarette und Feldhospitäler für neutral, solange sich Kranke oder Verwundete darin befinden.1 Artikel 6: Verwundete oder kranke Soldaten sind aufzunehmen und zu versorgen, gleich welcher Nation sie angehören.1 Artikel 7 legt eine einheitliche Flagge für Lazarette, Ambulanzen und Evakuierungen sowie eine Armbinde fest — ein rotes Kreuz auf weißem Grund.1 Gewählt wurde dafür die umgekehrte Schweizer Flagge, in Anerkennung von Dunants Herkunft.2

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz war schon 1863 gegründet worden;3 Dunant erhielt 1901 den ersten Friedensnobelpreis.2 Der Text blieb nicht stehen: 1899 kam der Seekrieg hinzu, 1929 der Schutz von Kriegsgefangenen, und 1949 fasste eine Konferenz vier Abkommen, die bis heute gelten und die mit Stand Dezember 2025 196 Staaten unterzeichnet haben.3 Die Schweiz ist Depositarstaat und verwahrt die Originale.3

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