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RDS-1: Sowjetunion zündet 1949 ihre erste Atombombe

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Am 29. August 1949 zündete die Sowjetunion auf dem Testgelände Semipalatinsk ihren ersten Kernsprengsatz, RDS-1. Sie war damit nach den USA der zweite Staat mit Atomwaffen.

Am 29. August 1949 zündete die Sowjetunion auf dem Testgelände Semipalatinsk ihren ersten Kernsprengsatz, RDS-1.15 Das Gelände lag in Kasachstan, und die Sowjetunion war damit nach den USA das zweite Land, das einen Kernsprengsatz gezündet hatte.31 In der Sowjetunion hieß der Sprengsatz „Erster Blitz“, in den USA bekam er den Decknamen „Joe-1“.5

Das sowjetische Atomprogramm hatte im Februar 1943 begonnen, geleitet vom Physiker Igor Kurtschatow und politisch von Lawrenti Berija.5 Den Entwurf des Regierungsbeschlusses über den Test schrieb Kurtschatow von Hand; er ist auf den 18. August 1949 datiert.2 Viele Physiker des hatten erwartet, dass die Sowjetunion mindestens fünf Jahre für eine eigene Bombe brauchen würde.6 Der Spion Klaus Fuchs gab wichtige Angaben zu Konstruktion und technischen Daten der amerikanischen Bombe weiter.5 Wie viel die Spionage zum sowjetischen Programm beitrug, ist umstritten.5

Die ersten Messungen nach dem Test ergaben etwa 10 .2 Diese Schätzung beruhte offenbar nur auf der Druckwelle; in der offiziellen Aufstellung sowjetischer Atomtests steht RDS-1 mit 22 Kilotonnen.21 Eine weitere Darstellung gibt 10 bis 20 Kilotonnen an.3

Am 3. September fand ein US-Flugzeug Spuren radioaktiven Niederschlags in der Atmosphäre vor Sibirien.34 Am 23. September 1949 machte das Weiße Haus den sowjetischen Test öffentlich.63 Kurz darauf billigte Präsident Truman Programme zum Bau der Wasserstoffbombe.3 Die Entscheidung dafür fiel im Januar 1950.6 Die Sowjetunion begann bald darauf ein eigenes Wasserstoffbombenprogramm.5

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