Am Cerro Rico von Potosí beginnt 1545 der Silberabbau
1545 wurde am Cerro Rico von Potosí Silber gefunden. Mit Zwangsarbeit nach dem Mita-System und dem Quecksilberverfahren wuchs der Ort bis 1600 zu einer der größten Städte der Welt; sein Silber finanzierte das spanische Weltreich.
1545 wurde am Cerro Rico, dem „reichen Berg“ von Potosí, Silber gefunden, und Spanier wie Andenbewohner strömten herbei, um die Erze auszubeuten.1 Die World History Encyclopedia schreibt die Entdeckung der Gruben in Bolivien Diego de Huallpa zu.3 Nach dem Historiker John Demos hatten spanische Bergleute und auch einige Indigene spätestens 1545 begonnen, ein Silbererz-Vorkommen hoch am Westhang des Berges abzubauen.2
Zwischen 1550 und 1570 war die Förderung nach der Library of Congress gesunken, stieg 1572 sprunghaft an und erreichte 1592 ihren Höhepunkt.4 1573 passte Vizekönig Francisco de Toledo für die Gruben die an, das System der Inka für reihum geleistete Zwangsarbeit.1 Sie stellte nach Encyclopedia.com bis zu 13.400 gering bezahlte Arbeiter im Jahr.1 Die Dörfer, auf 17 Bezirke verteilt, mussten nach der Library of Congress jedes Jahr etwa ein Siebtel ihrer arbeitsfähigen Männer schicken.4 Abgeschafft wurde die Mita erst 1821.3
Das ertragreichste Jahr war 1592, als in Potosí rund 7,1 Millionen Unzen Silber beim Schatzamt angemeldet wurden.1 Auf dem Höhepunkt um 1600 gab es nach der World History Encyclopedia mehr als 600 Gruben, die zusammen etwa 9 Millionen Silberpesos im Jahr lieferten.3 Für die Einwohnerzahl um 1600 nennt Encyclopedia.com mehr als 100.000.1 John Demos kommt auf mindestens 150.000.2 Die World History Encyclopedia nennt 160.000.3 Eine Studie in der International Review of Social History hält diese oft zitierte Zahl für wenig verlässlich.5 Bis 1700 war die Bevölkerung nach Demos auf sechzigtausend gesunken und die jährliche Silberförderung um zwei Drittel zurückgegangen.2 Das Silber aus Potosí finanzierte nach Encyclopedia.com das spanische Weltreich und half, die europäische Wirtschaft und die Weltwirtschaft mit Geld zu versorgen.1
Siehe auch
- Die Grafen Schlick prägen ab 1520 in Joachimsthal den Taler 1520 Der böhmische Silberbergbau, der den Taler hervorbrachte, war eine Generation älter und viel kleiner.
- Die Ming-Dynastie gibt um 1375 das baochao aus, ein Papiergeld ohne Einlösung 1375 In China hatte ungemünztes Silber das Papiergeld abgelöst; Silberimporte deckten dort den Bedarf.
- Handel Vertrag von Tordesillas: Kastilien und Portugal teilen die Welt 1494 Der Vertrag, der die Neue Welt zwischen Spanien und Portugal teilte, wies die Anden Spanien zu.
Hierher verwiesen
- Die Grafen Schlick prägen ab 1520 in Joachimsthal den Taler 1520 Fünfundzwanzig Jahre später begann in den Anden ein Silberabbau, gegen den Joachimsthal klein war.
- Die Ming-Dynastie gibt um 1375 das baochao aus, ein Papiergeld ohne Einlösung 1375 Das Silber, das in China an die Stelle des Papiergelds trat, kam zu einem Teil später aus den Anden.
- Arbeit Spiennes: Bauern fördern ab etwa 4300 v. Chr. Feuerstein 4300 v. Chr. Ein Bergwerk, das die Arbeit einer ganzen Region bestimmte, dort mit reihum erzwungener Arbeit.