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Spiennes: Bauern fördern ab etwa 4300 v. Chr. Feuerstein

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ZeitalterUrgeschichte

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Bei Spiennes nahe Mons bauten jungsteinzeitliche Bauern ab etwa 4300 v. Chr. Feuerstein in Gruben und bis zu 16 Meter tiefen Schächten ab. Daraus fertigten sie vor allem Beile und lange Klingen.

Bei Spiennes, sechs Kilometer südöstlich von Mons im Hennegau, liegen jungsteinzeitliche Feuersteinbergwerke.34 Nach Radiokarbondaten begann der Abbau um 4350 v. Chr. und endete um 2800 v. Chr., vielleicht erst um 2300 v. Chr.1 Eine andere Angabe nennt die Zeit von 4300 bis 2200 v. Chr.4 Neuere Schätzungen setzen den Abbau zwischen etwa 4200 und 2200 v. Chr. an.2 Gefördert wurde mindestens 1500 Jahre lang.1

Die Fundstelle erstreckt sich über rund hundert Hektar, mit offenen Gruben, einfachen Schächten und unterirdischen Bergwerken von 4 bis 16 Metern Tiefe, dazu Werkstätten und einer befestigten Siedlung.2 Nach neueren Schätzungen wurden 20.000 bis 40.000 Bergwerke betrieben.2 Zum Abbau dienten Hirschgeweihe3 und zweiseitig bearbeitete Picken aus Feuerstein.2 In den Werkstätten neben den Schächten entstanden vor allem Beile zum Fällen von Bäumen und lange Klingen.5 Die Beile waren 12 bis 28 Zentimeter lang, die Klingen 13 bis 23 Zentimeter.2 Erzeugnisse aus Spiennes fanden sich bis zu 160 Kilometer entfernt.1

Die Menschen, die die Bergwerke betrieben, gehörten zu Bauerngemeinschaften, die sich am Ende des 5. Jahrtausends v. Chr. im Becken von Mons niedergelassen hatten.1 Weil die Menschen der , die dort abbauten, vor allem Bauern waren, vermuten die Ausgräber, dass nur zu bestimmten Jahreszeiten gefördert wurde.1 Dass Spiennes die Versorgung des Beckens jahrhundertelang beherrschte, führen sie darauf zurück, dass Gruppen sich auf Bergbau und Steinbearbeitung spezialisierten, an alten Verfahren festhielten und den Feuerstein streng kontrollierten.1 Seit 2000 stehen die Bergwerke auf der Welterbeliste der UNESCO.4

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