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Quintana Roo: Vor 12.000 Jahren wird in Höhlen Ocker abgebaut

Belegt durch 4 unabhängige Quellen

ZeitalterUrgeschichte

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In heute überfluteten Höhlen in Quintana Roo (Mexiko) bauten Menschen vor etwa 12.000 bis 10.000 Jahren Ocker ab. Taucher fanden Gruben, Schlagwerkzeuge aus Tropfstein, Wegmarken und Feuerstellen.

In drei heute überfluteten Höhlensystemen an der Ostküste der Halbinsel Yucatán in Quintana Roo haben Forscher Spuren eines Ockerabbaus gefunden, der über rund 2.000 Jahre zwischen etwa 12.000 und 10.000 Jahren vor heute lief.12 Die Gänge waren damals trocken und wurden erst mit dem steigenden Meeresspiegel geflutet.1 Die Ergebnisse erschienen am 3. Juli 2020 in der Zeitschrift Science Advances.1

Den bis dahin unbemerkten Gang im Sagitario-System hatten Teilnehmer eines Vermessungskurses unter dem Höhlentaucher Fred Devos vom Forschungszentrum CINDAQ entdeckt.3 Bei den ersten Erkundungen 2017 fielen den Tauchern entzweigebrochene Tropfsteine und kleine, dreieckig aufgeschichtete Steinhaufen auf.4 Auf rund 900 Metern Gang verzeichnet die Studie 352 Abbaustellen wie Gruben und Gräben, von denen viele mit gefüllt gewesen sein dürften.1 Abgebrochene Tropfsteine dienten als Schlagwerkzeuge.1 Steinhaufen aus zerschlagenem und abgebrochenen Tropfsteinen wiesen den Bergleuten den Weg zu den Gruben.1 Über manchen Feuerstellen ist die Decke noch vom Ruß geschwärzt.12 Die Holzkohle stammt von stark harzhaltigen Hölzern.1

Wie viel Ocker abgebaut wurde, lässt sich schwer schätzen, weil die Lagerstätten ungleich sind; Devos spricht von Tonnen.14 Wofür die Menschen den Ocker brauchten, ist offen.3 In einer anderen Höhle, Hoyo Negro, war zuvor das Skelett einer jungen Frau gefunden worden, Naia genannt; sie starb nach der Studie vor bis zu 12.800 Jahren,1 nach National Geographic vor etwa 13.000.3 Die Autoren schließen daraus, dass Erkundung und vielleicht auch Ockerabbau bald nach der Ankunft der ersten Menschen auf der Halbinsel begannen.1

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