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Die Grafen Schlick prägen ab 1520 in Joachimsthal den Taler

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Ab 1520 prägten die Grafen Schlick aus dem Silber von Joachimsthal große Silbermünzen nach Tiroler Vorbild. Aus Joachimstaler wurde Taler – und über das niederdeutsche daler das englische dollar.

Am 9. Januar 1520 erteilte der böhmische Landtag den Grafen Schlick nach Jan Nedvěd vom Münzmuseum in Jáchymov die Erlaubnis, in Joachimsthal Taler zu prägen.1 Radio Prag schreibt im selben Beitrag, an diesem Tag seien die ersten Taler geprägt worden.1 Nach dem Museum August Kestner ließen die Grafen Schlick, denen die Bergbaustadt Joachimsthal, heute Jáchymov, damals gehörte, ab 1520 Joachimsthaler Silbermünzen prägen.2 Die ersten Münzen zeigten vorn den heiligen Joachim, den Schutzpatron der Bergleute, und hinten den böhmischen Löwen.1

Vorbild war der Tiroler Guldiner: Weil Gold knapp, die Tiroler Alpen aber reich an Silber waren, hatte Erzherzog Sigismund große Silbermünzen prägen lassen, die im Wert dem Goldgulden entsprachen.2 Das Bergbaumuseum am Schneeberg datiert diesen Auftrag auf 1486.3 Grundlage in Joachimsthal waren große Silbervorkommen, die nach Radio Prag im zweiten Jahrzehnt des sechzehnten Jahrhunderts entdeckt wurden.1 Das MoneyMuseum nennt dafür das Jahr 1512.4 Nach dem Online Etymology Dictionary wurde die Mine 1516 eröffnet.5 Die Schlicks brauchten nach Nedvěd Geld für den Bergbau und für Schulden bei Nürnberger Bankiers, und weil die Ausfuhr von Silber aus dem Königreich verboten war, brauchten sie Münzen.1

Die Grafen nannten ihre Münzen Guldengroschen, im Volksmund hießen sie Joachimstaler, bald kurz Taler.4 Allein zwischen 1520 und 1528 entstanden nach dem MoneyMuseum mehr als zwei Millionen Taler.4 Das englische dollar geht nach dem Online Etymology Dictionary über das niederdeutsche daler auf taler zurück, die Kurzform von Joachimstaler.5 Den unmittelbaren Namensgeber der amerikanischen Währung sieht Radio Prag allerdings im niederländischen leeuwendaler.1

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