In Belém fehlt der Fahrplan weg von Öl, Gas und Kohle
Am 22. November 2025 endet die Klimakonferenz COP30 in Belém mit dem Beschluss „Global Mutirão“. Einen Fahrplan für den Übergang weg von fossilen Brennstoffen enthält er nicht, obwohl mehr als 80 Staaten ihn verlangt hatten.
Am 22. November 2025 schloss in Belém die 30. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention.4,5 Der zentrale Beschluss trägt den Namen „Global Mutirão“ — ein portugiesisches Wort für gemeinsame Anstrengung — und fasst Finanzen, Handel und das 1,5-Grad-Ziel zusammen.1,2 Einen Fahrplan für den Übergang weg von fossilen Brennstoffen enthält er nicht.1,3 Mehr als 80 Staaten hatten ihn verlangt.2,3
Als Ausweg kündigte der Konferenzpräsident André Corrêa do Lago an, die brasilianische Präsidentschaft werde außerhalb des förmlichen UN-Verfahrens zwei eigene Fahrpläne vorlegen: einen zum Übergang weg von fossilen Brennstoffen und einen gegen die Entwaldung, mit einem Bericht zur COP31.1,2 Kolumbien stellte eine Erklärung von Belém zum Übergang weg von fossilen Brennstoffen vor.3 Nach Carbon Brief sollten sich die Fahrpläne an einer Konferenz ausrichten, die Kolumbien und die Niederlande für April 2026 angekündigt hatten.1
Beim Geld blieb der Beschluss ebenfalls hinter den Forderungen zurück.1,3 Er ruft dazu auf, die Mittel für die Anpassung an den Klimawandel bis 2035 zu verdreifachen2 — später als zunächst vorgeschlagen, und ohne klares Bezugsjahr.1 Die Union of Concerned Scientists nannte die Anpassungsfinanzierung schon im Entwurf „low-balled yet again“.3 Die Vereinigten Staaten schickten nach C2ES erstmals seit 1992 keine Delegation zu einer solchen Konferenz.2
Siehe auch
- Zum ersten Mal nennt ein Klimabeschluss die fossilen Brennstoffe 2023 In Dubai wurde der Übergang beschlossen; in Belém fehlte der Weg dorthin.
- Klimawandel Studierende fragen, der Internationale Gerichtshof antwortet einstimmig 2025 Vier Monate vorher nannte der IGH die Förderung fossiler Brennstoffe möglicherweise völkerrechtswidrig.
Hierher verwiesen
- Handel EU und Mercosur unterzeichnen Handelsabkommen nach rund 25 Jahren 2026 Die Entwaldung, die Umweltgruppen gegen das Abkommen anführten, war dort Verhandlungsgegenstand.