Almagest: Ptolemaios vollendet um 150 sein Werk in 13 Büchern
Um 150 n. Chr. vollendete Klaudios Ptolemaios in Alexandria sein astronomisches Werk in 13 Büchern, das später den Namen Almagest erhielt. Es fasste die griechische Astronomie zusammen und galt bis zu Kopernikus als Standardwerk.
Klaudios Ptolemaios vollendete sein astronomisches Hauptwerk wahrscheinlich um 150 n. Chr.3,4 Es umfasst 13 Bücher1 und enthält die Grundzüge des geozentrischen Weltbilds sowie eine Zusammenfassung dessen, was die griechische Astronomie bis dahin erreicht hatte, ergänzt um eigene Ergebnisse.2 Ptolemaios lebte und arbeitete in Alexandria;2 seine Beobachtungen dort, die sich genau datieren lassen, reichen vom 26. März 127 bis zum 2. Februar 141.1
Neben eigenen Beobachtungen nutzte Ptolemaios solche babylonischer Gelehrter aus dem 8. bis 3. Jahrhundert v. Chr. und griechischer Astronomen.3 Bei der Theorie des Mondes folgt er Hipparchos.1 Für die Planeten verband er und exzentrische Kreise zu einem Modell ihrer Bewegungen.1 Die Bücher 7 und 8 enthalten zum großen Teil einen Sternkatalog;1 meist werden 1.022 Sterne genannt,3,5 nach Ian Ridpath sind es 1.020 verschiedene.4 Ob der Katalog auf eigenen Messungen beruht, ist offen: Eine bei Ridpath zitierte Einschätzung hält ihn für den des Hipparchos mit verschobenen Längen, was nicht alle Fachleute teilen.4
Der ursprüngliche Titel bedeutet „Mathematische Zusammenstellung“; ein späterer griechischer Titel, „Die größte Zusammenstellung“, wurde im Arabischen zu „al-majisti“, und daraus wurde bei der Übersetzung ins Lateinische „Almagest“.1 Ins Arabische übersetzt wurde das Werk im 9. Jahrhundert.2,3 Gerhard von Cremona übertrug es um 1175 in Toledo aus dem Arabischen ins Lateinische;4,6,7 eine Quelle nennt als seine Vorlage eine griechische Handschrift.5 Unmittelbar aus dem Griechischen übersetzt wurde der Almagest um 1160 am sizilischen Hof, von einem Unbekannten.6 Als Standardwerk galt der Almagest bis zu Kopernikus’ De revolutionibus von 1543;2 abgelöst war er erst ein Jahrhundert danach.1
Siehe auch
- Plinius widmet Titus die Naturalis historia 77 Siebzig Jahre früher fasste Plinius das Wissen über die Natur in einem Werk zusammen, Ptolemaios die Astronomie.
- Babylons ältestes astronomisches Tagebuch stammt von 652 v. Chr. 652 v. Chr. Babylonische Beobachtungen aus mehreren Jahrhunderten gehörten zu dem, worauf Ptolemaios sich stützte.
- Raumfahrt Lukians „Wahre Geschichten“ schicken ein Schiff zum Mond 150 Im selben Jahrhundert schickte Lukian ein Schiff zum Mond, als Satire statt als Rechnung.
Hierher verwiesen
- Theon von Alexandria hält 364 eine Sonnenfinsternis fest 364 Theons Bericht steht in seinem Kommentar zu diesem Werk, und die Finsternis rechnete er nach dessen Tafeln nach.
- Babylons ältestes astronomisches Tagebuch stammt von 652 v. Chr. 652 v. Chr. Ptolemaios stützte sich im Almagest auch auf babylonische Beobachtungen aus dem 8. bis 3. Jahrhundert v. Chr.