--- id: ptolemaios-almagest-150 title: 'Almagest: Ptolemaios vollendet um 150 sein Werk in 13 Büchern' date: '0150-01-01' datePrecision: century dateSources: - s3 - s4 summary: >- Um 150 n. Chr. vollendete Klaudios Ptolemaios in Alexandria sein astronomisches Werk in 13 Büchern, das später den Namen Almagest erhielt. Es fasste die griechische Astronomie zusammen und galt bis zu Kopernikus als Standardwerk. themeId: theme-sammelwerk wikidata: - id: Q155952 name: Almagest seeAlso: - id: plinius-naturalis-historia-77 note: >- Siebzig Jahre früher fasste Plinius das Wissen über die Natur in einem Werk zusammen, Ptolemaios die Astronomie. - id: babylonische-astronomische-tagebuecher-652-v-chr note: >- Babylonische Beobachtungen aus mehreren Jahrhunderten gehörten zu dem, worauf Ptolemaios sich stützte. - area: raumfahrt id: lukian-wahre-geschichten-2-jh note: >- Im selben Jahrhundert schickte Lukian ein Schiff zum Mond, als Satire statt als Rechnung. verification: verified sources: - key: s1 title: Ptolemy (85 - 165) - Biography publisher: MacTutor History of Mathematics, University of St Andrews url: https://mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Ptolemy/ accessedAt: '2026-10-13' - key: s2 title: Ptolemy (Claudius Ptolemaeus) (New Catholic Encyclopedia) publisher: Encyclopedia.com url: https://www.encyclopedia.com/religion/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/ptolemy-claudius-ptolemaeus accessedAt: '2026-10-13' - key: s3 title: Claudius Ptolemy publisher: World History Encyclopedia url: https://www.worldhistory.org/Claudius_Ptolemy/ accessedAt: '2026-10-13' - key: s4 title: Star Tales – Ptolemy’s Almagest publisher: Ian Ridpath url: http://www.ianridpath.com/startales/almagest.html accessedAt: '2026-10-13' - key: s5 title: Ptolemy’s Almagest publisher: James Ford Bell Library, University of Minnesota url: https://apps.lib.umn.edu/bell/map/PTO/WRITE/alma.html accessedAt: '2026-10-13' - key: s6 title: 'Where Did Copernicus Obtain the Tools to Build His Heliocentric Model? (mit Übersetzung von Valentin Rose: Ptolemaeus und die Schule von Toledo, 1874)' publisher: 'arXiv' url: https://arxiv.org/pdf/1712.05437 accessedAt: '2026-10-13' - key: s7 title: 'Gherard of Cremona' publisher: 'MacTutor History of Mathematics, University of St Andrews' url: https://mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Gherard/ accessedAt: '2026-10-13' disputed: - claim: Zahl der Sterne im Katalog positions: - value: '1.022' source: s3 - value: 1.020 verschiedene source: s4 resolution: >- 1.022 ist die übliche Zählung; Ridpath zählt doppelt aufgeführte Sterne nur einmal. - claim: Vorlage der lateinischen Übersetzung Gerhards von Cremona positions: - value: arabische Übersetzungen source: s4 - value: griechische Handschrift source: s5 resolution: >- Gerhard übersetzte aus dem Arabischen (s6, s7); eine Übersetzung unmittelbar aus dem Griechischen entstand um 1160 anonym am sizilischen Hof. Die Bell Library schreibt die griechische Vorlage Gerhard zu. provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (Musterlauf: wissenschaft)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-13' --- Klaudios Ptolemaios vollendete sein astronomisches Hauptwerk wahrscheinlich um 150 n. Chr.[^s3][^s4] Es umfasst 13 Bücher[^s1] und enthält die Grundzüge des geozentrischen Weltbilds sowie eine Zusammenfassung dessen, was die griechische Astronomie bis dahin erreicht hatte, ergänzt um eigene Ergebnisse.[^s2] Ptolemaios lebte und arbeitete in Alexandria;[^s2] seine Beobachtungen dort, die sich genau datieren lassen, reichen vom 26. März 127 bis zum 2. Februar 141.[^s1] Neben eigenen Beobachtungen nutzte Ptolemaios solche babylonischer Gelehrter aus dem 8. bis 3. Jahrhundert v. Chr. und griechischer Astronomen.[^s3] Bei der Theorie des Mondes folgt er Hipparchos.[^s1] Für die Planeten verband er Epizykel und exzentrische Kreise zu einem Modell ihrer Bewegungen.[^s1] Die Bücher 7 und 8 enthalten zum großen Teil einen Sternkatalog;[^s1] meist werden 1.022 Sterne genannt,[^s3][^s5] nach Ian Ridpath sind es 1.020 verschiedene.[^s4] Ob der Katalog auf eigenen Messungen beruht, ist offen: Eine bei Ridpath zitierte Einschätzung hält ihn für den des Hipparchos mit verschobenen Längen, was nicht alle Fachleute teilen.[^s4] Der ursprüngliche Titel bedeutet „Mathematische Zusammenstellung“; ein späterer griechischer Titel, „Die größte Zusammenstellung“, wurde im Arabischen zu „al-majisti“, und daraus wurde bei der Übersetzung ins Lateinische „Almagest“.[^s1] Ins Arabische übersetzt wurde das Werk im 9. Jahrhundert.[^s2][^s3] Gerhard von Cremona übertrug es um 1175 in Toledo aus dem Arabischen ins Lateinische;[^s4][^s6][^s7] eine Quelle nennt als seine Vorlage eine griechische Handschrift.[^s5] Unmittelbar aus dem Griechischen übersetzt wurde der Almagest um 1160 am sizilischen Hof, von einem Unbekannten.[^s6] Als Standardwerk galt der Almagest bis zu Kopernikus’ De revolutionibus von 1543;[^s2] abgelöst war er erst ein Jahrhundert danach.[^s1] Ende der Datei: 7 Quellen.