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Der Canal du Midi verbindet Atlantik und Mittelmeer

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Im Mai 1681 wird der Canal du Midi zwischen Toulouse und dem Mittelmeer für die Schifffahrt eröffnet, nach fünfzehn Jahren Bauzeit. Sein Erbauer Pierre-Paul Riquet war sieben Monate zuvor gestorben.

Am 15. Mai 1681 wurde der Canal du Midi für die Schifffahrt eröffnet, der Toulouse mit Sète am Mittelmeer verbindet.13 Die Grand-Site-Verwaltung des Kanals gibt an, er sei zwischen dem 15. und dem 25. Mai mit Wasser gefüllt worden.2 Gebaut worden war er unter Ludwig XIV. als „Canal royal de Languedoc“.24 Das Edikt zum Bau unterzeichnete der König 1666, die Arbeiten begannen im November 1667.2 Sein Planer, der Unternehmer Pierre-Paul Riquet aus Béziers, erlebte die Eröffnung nicht: Er starb am 1. Oktober 1680 in Toulouse.23

Der Kanal sollte die Schifffahrt zwischen Atlantik und Mittelmeer ermöglichen und die Wirtschaft des Languedoc beleben.3 Die UNESCO beschreibt ihn als den ersten großen Scheitelkanal, der zu einem strategischen Ziel der Landesentwicklung angelegt wurde.1 Das Problem der war das Wasser: Es kommt aus der Montagne Noire und wird in Becken gesammelt; den Speicher von Saint-Ferréol baute man auf 6,3 Millionen Kubikmeter aus.23 Zu den Bauwerken gehört die von Fonserannes mit acht Becken, begonnen 1678.2 Für die Zahl der Arbeiter nennen die Quellen zwischen 8.000 und 12.000: die Grand-Site-Verwaltung bis zu 8.000 in der Spitze, Hérodote rund 10.000, die Wasserstraßenverwaltung VNF 12.000.235 Nach dem Kulturministerium stellte man schon im Januar 1667 die ersten 2.000 Arbeiter ein; später waren es bis zu 12.000, darunter 600 Frauen.6 Mehr als 12.000 Männer und Frauen nennt auch die amerikanische Ingenieursvereinigung ASCE.7 Die Kosten beziffert Hérodote auf 10 bis 15 Millionen Livres tournois.3

Mit der Eröffnung war der Bau nicht beendet: Das Netz des Kanals entstand in den Jahren 1667 bis 1694.6 Auch die Länge geben die Quellen verschieden an — Hérodote nennt 280 Kilometer, das Kulturministerium 360 schiffbare Kilometer und 328 Bauwerke, darunter , Aquädukte, Brücken und Tunnel.36 Die Wasserstraßenverwaltung VNF gibt die Länge des Kanals mit 240 Kilometern an.5 1858 übernahm eine Eisenbahngesellschaft den Kanal, 1897 kaufte ihn der Staat für 40 Millionen Francs zurück und schaffte die Gebühren ab.2 Seit Dezember 1996 steht er auf der Liste des Welterbes; heute befahren ihn vor allem Freizeitboote.123

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