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Hesiods Theogonie: Ein Amboss fällt neun Tage vom Himmel zur Erde

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ZeitalterAltertum

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In Hesiods Theogonie, um 700 v. Chr. entstanden, fällt ein bronzener Amboss neun Nächte und Tage vom Himmel, bis er die Erde erreicht. So weit, wie der Himmel über der Erde liegt, liegt nach dem Gedicht der Tartaros unter ihr.

Hesiod gehört zu den frühesten griechischen Dichtern und gilt als Vater des griechischen Lehrgedichts.2 Die Theogonie ist ein Lehrgedicht, das ihm zugeschrieben wird.3 Hesiod wirkte um 700 v. Chr.,2 und die Theogonie wird auf etwa diese Zeit datiert, mit einem Spielraum von einer Generation in beide Richtungen.3 Unter der Erde liegt der Tartaros nach dem Gedicht so weit, wie der Himmel über der Erde ist.1 Ein bronzener Amboss, der vom Himmel fällt, brauche neun Nächte und Tage und erreiche die Erde am zehnten; ebenso lange falle er von der Erde bis in den Tartaros.1

Die Theogonie enthält Abschnitte, die spätere Dichter und Rhapsoden einfügten.2 Die sich überschneidenden Schilderungen des Tartaros gelten der Britannica als stark verdächtig; ob die Amboss-Stelle dazugehört, sagt sie nicht.2 Nach einer anderen Darstellung entstand das Gedicht zwischen dem späten 8. und der Mitte des 7. Jahrhunderts v. Chr.4 Es könne lange mündlich überliefert und erst viel später aufgeschrieben worden sein, sodass offen bleibe, wie viel davon von einem Dichter namens Hesiod stammt.4 Mehrere Episoden gehen wohl auf Vorbilder aus dem Nahen Osten zurück; darauf deutet eine hurritische Theogonie, die der Hesiods ähnelt.2

In „Hesiod’s Anvil“ (2007) rechnete Andrew J. Simoson nach, wie weit der Amboss gefallen wäre.5 Nach Galileis Gesetz, nach dem die Fallstrecke mit dem Quadrat der Zeit wächst, hätte der Amboss rund 2,96 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt begonnen, weiter als Uranus von der Sonne.5 Unter einer anderen Annahme kommt er auf etwa 581.000 Kilometer, rund anderthalbmal die Entfernung zwischen Erde und Mond.5

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