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Der Jikji wird mit gegossenen Lettern gedruckt

Belegt durch 5 unabhängige Quellen

ZeitalterMittelalter

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1377 druckt ein Tempel in Cheongju einen buddhistischen Text mit gegossenen Metalllettern. Vom Metalldruck der zwei Bände ist nur der zweite erhalten; er liegt heute in Paris.

1377 entsteht im Tempel Heungdeok-sa in Cheongju ein buddhistischer Text, der mit gegossenen Metalllettern gedruckt wird.14 Das datiert den Druck in den siebten Monat des Jahres, umgerechnet Juli 1377.234 Sein voller Titel lautet Baegun hwasang chorok buljo jikji simche yojeol; verfasst haben ihn der Mönch Baegun und seine Schüler Seokcan und Daldam.1 Das Werk umfasste zwei Bände; vom Metalldruck liegt ein Exemplar des zweiten Bandes in Paris, den vollständigen Text überliefert ein Holzdruck von 1378 in Korea.15

Gedruckt wurde mit beweglichen Lettern aus Metall, und darin sieht die UNESCO einen wichtigen technischen Wandel in der Geschichte des Drucks.2 Dass tatsächlich Metall im Spiel war, wird nicht nur dem Kolophon entnommen, der es ausdrücklich nennt, sondern auch dem Satzbild — ungleichmäßig starke Abdrücke und Zeichen, die über mehrere Seiten hinweg wiederkehren.3

Der erhaltene Band trägt heute die Signatur Coréen 109 in der Bibliothèque nationale de France; erworben hatte ihn der französische Konsul Victor Collin de Plancy im späten 19. Jahrhundert.13 2001 nahm die UNESCO ihn in das Register Memory of the World auf und führt ihn dort als den ältesten verfügbaren Beleg für den Druck mit beweglichen Metalllettern.2

Wie groß der zeitliche Vorsprung vor dem europäischen Druck ist, geben die Quellen verschieden an: Die Bibliothèque nationale nennt 78 Jahre Abstand zur Gutenberg-Bibel, Guinness World Records 73.13 Die Differenz liegt nicht am Jikji, sondern am Bezugspunkt auf der anderen Seite — je nachdem, ob man die Gutenberg-Bibel auf 1450 oder auf 1455 datiert.35

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