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Al Jazeera geht in Doha auf Sendung

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Am 1. November 1996 nahm der arabischsprachige Nachrichtenkanal Al Jazeera in Doha den Betrieb auf. Finanziert wurde er vom Emir von Katar, besetzt mit Journalisten eines gescheiterten BBC-Projekts.

Am 1. November 1996 nahm der arabischsprachige Nachrichtenkanal Al Jazeera in Doha den Sendebetrieb auf.137 Anfangs sendete er sechs Stunden täglich.1 Den Start finanzierte der Emir von Katar, Hamad bin Chalifa Al Thani.12 Wie viel er gab, wird zwischen 137 und 150 Millionen Dollar angegeben: 500 Millionen katarische Rial, umgerechnet etwa 137 Millionen Dollar,1 140 Millionen25 oder, nach dem Gründungsdekret, 150 Millionen.6 Meist wird das Geld als Darlehen für die ersten fünf Jahre beschrieben,156 einmal als Zuschuss zum Start.2

Der Sender entstand aus dem Scheitern eines anderen Projekts.1 Die BBC hatte zuvor gemeinsam mit einem saudi-arabischen Unternehmen ein arabischsprachiges Fernsehprogramm betrieben; es wurde eingestellt, nachdem die saudische Regierung eine Dokumentation über Hinrichtungen unterdrücken wollte.1 Ein großer Teil der dort arbeitenden Journalisten wechselte zum neuen Kanal.1 Bis Ende 1997 weitete Al Jazeera das Programm auf 17 Stunden aus,1 1999 ging es zum durchgehenden Betrieb über, nach Angaben des Senders selbst und nach Pew Research am 1. Januar;24 Encyclopedia.com nennt abweichend den 1. Februar.1

Mehrere arabische Regierungen sperrten Übertragungen oder wiesen Korrespondenten aus; 1999 unterbrach die algerische Regierung nach einer Darstellung die Stromversorgung mehrerer Großstädte, um eine Sendung zu verhindern.1 Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 strahlte der Kanal mehrfach Videobotschaften Osama bin Ladens aus, die erste zwei Stunden nach Beginn der Luftangriffe auf Afghanistan.2 Am 13. November 2001 zerstörte ein amerikanischer Angriff das Büro in Kabul, ohne dass Mitarbeiter starben; am 8. April 2003 kam bei einem Luftangriff auf das Büro in Bagdad der Reporter Tarek Ayyub ums Leben.2

Der Sender beschreibt sich selbst als Stimme derer, die keine haben, und beansprucht, die Medienlandschaft im Nahen Osten und in Nordafrika verändert zu haben.3 Bis 2016 war daraus ein Netzwerk mit mehreren Kanälen und Onlineangeboten in verschiedenen Sprachen geworden.3

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